Süßwasser aus dem hohen Norden - DER SPIEGEL
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Technik Süßwasser aus dem hohen Norden

• aus DER SPIEGEL 40/1995
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Angesichts des steigenden Mangels an Trinkwasser in vielen Teilen der Erde gilt sauberes Wasser als einer der wichtigsten Rohstoffe. Wasserreiche Länder wie Norwegen suchen deshalb nach neuen, wirtschaftlichen Transportmöglichkeiten für den Wasserexport in die Dürreregionen des Planeten. Die Osloer Firma Marintek hat jetzt zusammen mit anderen Unternehmen riesige Kunststoffsäcke entwickelt, die mit Schlepperhilfe durch die Weltmeere bugsiert werden könnten. Der Prototyp dieses »Nordic Water Bag« - ein Kunststoffschlauch von 108 Meter Länge, 23 Meter Breite und einem Tiefgang von 6,5 Meter - wurde im Sognefjord versuchsweise mit 10,8 Millionen Liter Süßwasser abgefüllt. Die nur 1,5 Millimeter dünne Klarsichthülle verlieh dem Wassersack ausreichende Stabilität auch bei schwerem Wetter. Doch für einen wirtschaftlichen Transport muß der Wassersack erst noch wachsen: »Kommerziell interessant«, so die Firma Marintek, sei der Transporter erst mit einem Fassungsvermögen vom 14fachen des Prototyps.

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