"Solar Impulse 2" auf 2. Etappe nach Indien - DER SPIEGEL
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"Solar Impulse 2" Sonnenflieger unterwegs nach Indien

Der Start zur zweiten Etappe der Weltumrundung ist geglückt: Das allein mit Sonnenenergie betriebene Flugzeug "Solar Impulse 2" fliegt von Oman nach Indien.
Start vom Flughafen Maskat in Oman: 16-Stunden-Flug geplant
Start vom Flughafen Maskat in Oman: 16-Stunden-Flug geplant

Start vom Flughafen Maskat in Oman: 16-Stunden-Flug geplant

Foto: MOHAMMED MAHJOUB/ AFP
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Der Schweizer Sonnenflieger "Solar Impulse 2" ist nach der erfolgreichen ersten Etappe seiner geplanten Erdumrundung am Dienstagmorgen Richtung Indien aufgebrochen. Das allein von Sonnenenergie angetriebene Flugzeug startete problemlos vom Airport in Maskat, der Hauptstadt des Sultanats Oman.

Gesteuert wird der Einsitzer diesmal vom Flugpionier und "Vater" des Solarprojekts Bertrand Piccard (57). Bei der ersten Etappe von Abu Dhabi nach Maskat hatte Piccards Projektpartner André Borschberg (62) im Cockpit gesessen. Die Abenteurer und Umweltaktivisten wollen weltweit für die Förderung erneuerbarer Energien werben.

Ziel der zweiten Etappe mit 1465 Kilometern ist Ahmedabad, die mit mehr als fünf Millionen Einwohnern fünftgrößte Stadt Indiens und wirtschaftliches Zentrum des Bundesstaates Gujarat im Westen des Subkontinents. Mit der Landung wird nach 16-stündiger Flugzeit am Abend deutscher Zeit gerechnet.

Die gesamte Route führt an 25 Flugtagen über Indien und China bis in die USA. Von New York geht es dann nach Südeuropa oder nach Nordafrika - je nach den aktuellen Windverhältnissen über dem Atlantik. Ende Juli oder Anfang August soll die "Solar Impulse 2" wieder am Persischen Golf ankommen, wo sie startete.

17.000 Solarzellen

Die Reise um die Welt ist das Ergebnis von zwölf Jahren Forschung. Angetrieben wird das nur 2,5 Tonnen schwere Flugzeug aus Karbonfasern von 17.000 Solarzellen auf den 72 Meter langen Flügeln. Dies ist fast ebenso viel wie die Spannweite eines Airbus A380, während das Gewicht gerade einmal einem Prozent des weltgrößten Passagierjets entspricht. "Solar Impulse 2" fliegt allerdings lediglich mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 100 Stundenkilometer auf einer Höhe von maximal 8500 Metern.

Die Reise sei vor allem "eine menschliche Herausforderung", sagte Borschberg. Für die Überquerung von Pazifik oder Atlantik müssen die Piloten fünf Tage und fünf Nächte am Stück in der Luft sein; nur kurze Schlafphasen sind geplant - die Männer haben sie lange trainiert.

Der frühere Militärpilot und sein Kollege Piccard lösen sich bei den Etappen am Steuer des Einsitzers ab. Den ersten Abschnitt nach Maskat flog Borschberg, anschließend ist Piccard an der Reihe. Piccard stammt aus einer Schweizer Forscher- und Abenteurerfamilie. Insgesamt werden die beiden von 130 Mitarbeitern unterwegs sowie in der Kontrollzentrale in Monaco unterstützt.

boj/dpa