"Solar Impulse 2": Der Sonnenflieger
Sonnenflieger Batterieschaden stoppt "Solar Impulse 2"
Es ist der bislang schwerste Rückschlag für die geplante Weltumrundung im Solarflugzeug: Wegen beschädigter Batterien muss die "Solar Impulse 2" bis kommenden April am Boden bleiben. Teile der Akkus seien durch Überhitzung so schwer beschädigt worden, dass ihre Reparatur oder ihr Austausch mehrere Monate dauern werde, teilte das Team um die beiden Schweizer Piloten André Borschberg und Bertrand Piccard am Mittwoch mit. Am vergangenen Samstag war noch von einer mehrwöchigen Zwangspause die Rede gewesen.
Mit der einsitzigen Karbonfaser-Maschine wollten die beiden Schweizer Abenteurer André Borschberg und Bertrand Piccard einmal um die Welt fliegen - nur mit Sonnenkraft. Die Weltumrundung sollte die Möglichkeiten der umweltfreundlichen Solarenergie aufzeigen.
Das Flugzeug war Anfang März im Golf-Emirat Abu Dhabi gestartet und über Indien, den Himalaya und China nach Japan geflogen. Zuletzt hatte Pilot Borschberg die wohl schwierigste Etappe gemeistert: In fünf Tagen und fünf Nächten flog er von Japan nach Hawaii. Eigentlich war der Weiterflug in Richtung Phoenix in den USA geplant.
Bereits am ersten Tag des Flugs von Japan nach Hawaii hatten sich die Batterien überhitzt, die dafür sorgen, dass die Maschine auch nachts fliegen kann. Sie konnten während des Flugs nicht mehr abkühlen. Einige der Schäden seien möglicherweise irreparabel, die Bauteile müssten in dem Fall komplett ersetzt werden, erklärten die Organisatoren. Nach ihren Angaben wollen die Techniker mehrere neue Systeme testen, die derartige Überhitzungen in Zukunft ausschließen sollen. Die nächste Etappe von Hawaii bis zur US-Westküste werde deshalb erst "Anfang April 2016" beginnen.
Die "Solar Impulse 2" hat eine Spannweite von 72 Metern. Mehr als 17.000 Solarzellen auf den Flügeln zapfen die Energie für die vier Elektromotoren ab.