Supercomputer Juqueen: Europas schnellster Computer in Jülich - DER SPIEGEL
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Computer in Jülich Sechs Billiarden Rechnungen pro Sekunde

In Jülich wurde Europas schnellster Computer eingeweiht, "Juqueen" schafft fast sechs Billiarden Rechenschritte pro Sekunde. Deutschland behauptet sich damit in der umkämpften Spitzenliga der Supercomputer.
Supercomputer "Juqueen": Neuer Star der Branche
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Supercomputer "Juqueen": Neuer Star der Branche

Foto: Oliver Berg/ dpa
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Jülich/Hamburg - Mit einem neuen Superrechner hat Deutschland seinen Spitzenplatz in Europa ausgebaut. Der Supercomputer "Juqueen" schafft nach Angaben des Forschungszentrums Jülich 5,9 Billiarden Rechenschritte (Petaflops) pro Sekunde. Die von IBM gebaute Anlage sei rund 100.000-mal schneller als ein moderner PC, wie das Forschungszentrum Jülich mitteilte. Dort ging der Computer am Donnerstag offiziell in Betrieb. Er wird für wissenschaftliche Simulationen etwa in der Gehirn- oder Klimaforschung eingesetzt.

Die Maschine sei sechsmal schneller als die bisherige Nummer eins Europas, die ebenfalls in Jülich stand, sagte der stellvertretende Leiter des Supercomputing Centre, Norbert Attig. In der Weltrangliste der Supercomputer ("Top 500") belegte der Jülicher Rechner bereits im November den fünften Platz. Damals kam die Anlage noch auf eine maximale Leistung von 4,1 Petaflop. Seit 2012 wurde sie schrittweise ausgebaut. "Juqueen" zählt ebenfalls zu den energieeffizientesten Rechnern der Welt.

München auf Platz zwei

Außer der Theorie und dem Experiment gilt die computerbasierte Simulation als dritter Standpfeiler der Forschung. Mit der enormen Rechenleistung von Supercomputern können Forscher zum Beispiel genauere Klimavorhersagen errechnen. "Erweiterungen können aufgenommen werden. Das heißt, man ist näher an der Realität", sagte Attig.

"Juqueen" werde auch die Erforschung des menschlichen Gehirns voranbringen. Jülich ist maßgeblich an einem europäischen Projekt zur Simulation des menschlichen Gehirns beteiligt. Aber es werde noch Generationen von Supercomputern dauern, bis man ein Gehirn vollständig simulieren könne, sagte Attig.

Die IBM-Anlage aus der Serie "Blue Gene" werde voraussichtlich eine Lebensdauer von maximal fünf Jahren haben. Platz zwei im europäischen Ranking belegt der Super Muc des Leibniz Rechenzentrums bei München, Platz drei die von italienischen Universitäten und Forschungsministerien betriebene Anlage Cineca. Die Finanzierung in nicht genannter Höhe teilen sich die Helmholtz-Gemeinschaft sowie Bund und Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Gauss-Zentrums für Supercomputing, das auch das Leibniz-Rechenzentrum und das Höchstleistungsrechenzentrum in Stuttgart betreibt.

boj/dpa

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