ENERGIE Teurer Abriss der Atomanlage Karlsruhe
Die Entsorgung der atomaren Wiederaufarbeitungsanlage in Karlsruhe (WAK) wird um weitere 239 Millionen Euro teurer als bisher angenommen. Das geht aus einer neuen Kostenrechnung des Bundesforschungsministeriums hervor. Zu Beginn des Projekts 1991 waren die Gesamtkosten auf umgerechnet über eine Milliarde Euro beziffert worden, 2005 war bereits von knapp zwei Milliarden Euro die Rede. Eine neue Schätzung kommt nun auf Kosten von über 2,2 Milliarden Euro. Insbesondere das Einschmelzen der radioaktiven Abfälle in Glas erweist sich als bedeutend kostspieliger als gedacht. Der Bund soll 157 Millionen Euro der Zusatzkosten bezahlen, heißt es in dem Bericht, 14 Millionen muss das Land Baden-Württemberg schultern. Einen weiteren Teil bestreitet die Energiewirtschaft über Projektmittel. Die WAK war von 1971 bis 1990 in Betrieb und sollte ein eigenes deutsches Programm zum Recycling von Atommüll begründen; das Vorhaben scheiterte jedoch.