Transistoren aus dem Biolabor - DER SPIEGEL
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NANOTECHNIK Transistoren aus dem Biolabor

• aus DER SPIEGEL 48/2003
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Biologie und Elektronik passten bisher selten zusammen. Nun aber ist es Forschern des Technion-Instituts im israelischen Haifa gelungen, die besonderen Eigenschaften von DNS-Strängen und Proteinen zu nutzen, um sich selbständig zusammensetzende Elektronikbauteile im Nano-Maßstab herzustellen. Ein mit bakteriellen Proteinen versehener DNS-Strang dient so als sich selbst ausführender Bauplan: Der DNS-Strang dockt an der mit den Proteinen bestückten Stelle ohne Manipulation von außen an ein ebenfalls proteinummanteltes Nano-Röhrchen aus Kohlenstoff an. Das Ergebnis ist ein winziger Transistor, der sich durch Anlegen von Spannung schalten lässt. Um das Gerät anzuschließen, nutzten die Forscher wiederum spezielle Eigenschaften der proteinbeschichteten DNS aus: Mit Gold umhüllt sorgt sie an den überstehenden Enden des Nano-Halbleiters für elektrischen Kontakt. Nobelpreisträger Horst Störmer, Professor an der Columbia-Universität in New York, hält die Arbeit seiner israelischen Kollegen für wegweisend: »Das ist ein außergewöhnliches Forschungsergebnis in einem für die Nanotechnik essenziellen Gebiet.«

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