Urbrei aus Gold - DER SPIEGEL
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PHYSIK Urbrei aus Gold

• aus DER SPIEGEL 4/2001
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Bei dem Versuch, den Zustand der Materie im Moment unmittelbar nach dem Urknall nachzustellen, erschufen Wissenschaftler des Brookhaven National Laboratory im Staat New York die dichteste Materie, die je in einem Labor hervorgebracht wurde. Dazu ließen die US-Physiker in einem 3,9 Kilometer langen Teilchenbeschleuniger Kerne von Goldatomen annähernd mit Lichtgeschwindigkeit aufeinander prallen. In den winzigen Marterieklümpchen entstanden dabei Temperaturen von über einer Billion Grad. Ihr ursprüngliches Ziel jedoch verfehlten die Forscher: Eigentlich hatten sie jenen mysteriösen Urbrei aus Quarks und Gluonen nachweisen wollen, aus dem das Universum in den ersten Millionstelsekunden seiner Existenz bestand. Den konnten sie mit ihren Messgeräten jedoch bislang nicht dingfest machen. Nun hoffen sie, bei neuen Gold-Kollisionen einen Blick auf das Quark-Gluon-Plasma erhaschen zu können.

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