Verfall verlangsamt - DER SPIEGEL
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MEDIZIN Verfall verlangsamt

• aus DER SPIEGEL 17/2005
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Alzheimer-Kranke könnten künftig von einer Gentherapie profitieren, deren erste Ergebnisse jetzt Forscher der University of California in San Diego im Fachmagazin »Nature Medicine« vorgestellt haben. Die Mediziner um den Neurologen Mark Tuszynski implantierten Patienten, die unter der mit Gedächtnisverlust und Orientierungslosigkeit einhergehenden Krankheit litten, gentechnisch veränderte Körperzellen direkt ins Gehirn. Die aus der Haut der Erkrankten gewonnenen Zellen waren zuvor im Labor mit Genen für ein Protein ausgestattet worden, das den Zelltod hemmt und die Bildung von Nervenzellen anregt. Tatsächlich habe sich der geistige Verfall der Patienten durch die Operation zumindest verlangsamt, berichten die Forscher. Auf Hirnscans lasse sich nachweisen, dass sich der Stoffwechsel um die implantierten Zellen herum deutlich verbesserte. In Gedächtnistests hätten die geistigen Fähigkeiten einiger der Patienten nur halb so schnell abgenommen wie die unbehandelter Alzheimer-Kranker. »Wenn unsere Ergebnisse bestätigt werden, könnte die Gentherapie ein bedeutender Fortschritt gegenüber heute verfügbaren Behandlungsverfahren sein«, sagt Tuszynski.

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