UMWELT Verlorene Eier
Seeschildkröten leisten durch abgelegte Eier, die nicht zur Ausreifung gelangen, einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung ökologisch hochempfindlicher Dünenlandschaften. Zu dieser Einsicht gelangte die amerikanische Wissenschaftlerin Sarah Bouchard von der University of Florida in Gainesville. Die Biologin hatte am Strand von Melbourne in Florida insgesamt 97 von Schildkröten angelegte Nester beobachtet. Aus 42 Prozent der darin abgelegten 10 608 Eier schlüpften Junge. An wenigstens jedem zweiten der nicht zur vollen Reife gelangten Eier hielten Waschbären und Krabben sich schadlos. Der Rest der Gelege verrottete und versorgte so den Strand- und Dünengürtel mit wichtigen Grundstoffen. Diese sichern das Überleben dort heimischer Pflanzen und Tiere und sorgen - im letzten Schritt des Ökokreislaufs - auch dafür, daß den Seeschildkröten die Nistplätze erhalten bleiben.