Abgedockt: "Habt eine weiche Landung" - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Abgedockt "Habt eine weiche Landung"

Nach neun Tagen im All hat die Raumfähre "Discovery" den Rückflug zur Erde angetreten. Sorgen bereitet der Nasa ein winziges Leck, aus dem eine unbekannte Substanz austritt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Houston - Der deutsche Astronaut Thomas Reiter bleibt wie geplant auf der bislang mit zwei Männern besetzten Internationalen Raumstation ISS. "Habt eine gute Rückreise, eine weiche Landung und auf Wiedersehen auf der Erde in einigen Monaten", sagte ISS-Astronaut Jeff William nachdem sich der Shuttle sanft von der Station gelöst hatte. Die Fähre soll am Montag in Florida landen.

Zuvor war laut Nasa-Technikern an Bord der Raumfähre "Discovery" ein Leck entdeckt worden. Die austretende Substanz könnte brennbar sein, befürchteten die Experten. Sollte sich der Schaden vergrößern, könnte sich erstmals eines der drei Hydraulik-Systeme der Raumfähre abschalten, teilte Nasa-Manager John Shannon in Houston mit. Unklar ist noch die genaue Zusammensetzung der Substanz, die aus dem Leck ausgetreten ist. Allerdings handelt es sich nur um geringe Mengen von etwa sechs Tropfen pro Stunde.

Laut Shannon könnte es harmloser Stickstoff oder aber brennbares Hydrazin sein. Stickstoff gelte als wahrscheinlicher, es gebe aber zurzeit keine Möglichkeit, dies mit Sicherheit festzustellen.

Laut Nasa liegt die Menge der Substanz derzeit noch um ein 100.000-Faches unter dem Wert, der ein Feuer auslösen könnte. Probleme bei der Rückkehr der "Discovery" sind laut Shannon bislang nicht zu erwarten.

Das Leck befindet sich in der Leitung eines Hilfsgenerators für die hydraulische Steuerung und für Bremsmanöver. Diesen Generator will die Nasa nach eigenen Angaben morgen routinemäßig stilllegen, um zu sehen, ob sich der Austritt der Substanzen aus dem Leck verändert. Bei geringen Mengen wäre es dann möglich, den Stoff kontrolliert abzubrennen.

jul/rts/AP

Mehr lesen über