Arbeit an der ISS Rekord-Schichten im freien All
Washington - Die 41-jährige Williams brachte es auf exakt 22 Stunden und 37 Minuten Arbeit im freien Weltall. Sie beendete heute gemeinsam mit Kommandant Michael Lopez-Alegria einen sieben Stunden und elf Minuten langen Außenbordeinsatz. Bisherige Rekordhalterin war die US-Astronautin Kathryn Thornton.
Die beiden US-Astronauten erledigten die Arbeiten am neuen
Kühlsystem der Internationalen Raumstation ISS und schlossen eine zweite neue Leitung an. Weil aus einem kleinen Leck wieder giftiges Ammoniak austrat, mussten sie wie bereits am
vergangenen Mittwoch eine besonders gründliche Sicherheitsinspektion über sich ergehen lassen. Damit wollte die US-Raumfahrtbehörde NASA ausschließen, dass die Raumfahrer giftige Substanzen mit an Bord der Raumstation bringen.
Das neue Kühlsystem ersetzt eine provisorische Zwischenlösung und ebnet den Weg für den weiteren Ausbau der ISS. Ende dieses Jahres sollen das europäische Raumfahrtlabor "Columbus" und das japanische Kibo-Modul andocken.
Williams und Lopez-Alegria waren auch als außerirdische Elektriker im Einsatz. Sie arbeiteten an einem Kabelsystem, das künftig Energie von den Solarflügeln der Raumstation zu den angedockten US-Raumfähren liefert. Mit der neuen Stromquelle können die Space-Shuttles künftig bis zu zwölf Tage andocken, vier Tage länger als bisher. Als erste Raumfähre wird die
"Endeavour" im Juni zu einem längeren, auf 14 Tage geplanten
Weltraumeinsatz zur ISS fliegen.
Der dritte Außenbordeinsatz von Lopez-Alegria und Williams ist für den kommenden Donnerstag geplant.
kai/dpa