Asteroidensonde"Hayabusa": Japanische Forscher öffnen Kapsel und finden - irgendwas - DER SPIEGEL
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Asteroidensonde"Hayabusa" Japanische Forscher öffnen Kapsel und finden - irgendwas

In der Probenkammer der Forschungssonde "Hayabusa" haben japanische Forscher "winzige Partikel" aufgespürt. Handelt es sich dabei tatsächlich wie erhofft um den Staub eines Asteroiden? Es könnte eine banale Erklärung für den Fund geben.
Jubel nach "Hayabusa"-Landung (am 13. Juni 2010): "Winzige Partikel" gefunden
Jubel nach "Hayabusa"-Landung (am 13. Juni 2010): "Winzige Partikel" gefunden

Jubel nach "Hayabusa"-Landung (am 13. Juni 2010): "Winzige Partikel" gefunden

Foto: Itsuo Inouye/ AP
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Tokio - Es war eine spektakuläre Rückkehr - mit vier Milliarden Kilometer auf dem Tacho. Als die pannengeplagte japanische Raumsonde "Hayabusa" Mitte Juni nach sieben Jahren im Weltall zur Erde zurückkehrte, verglühte sie mit einem riesigen leuchtenden Schweif. Von dem kühlschrankgroßen Gerät blieb bei dem feurigen Spektakel nur eine kleine Kapsel übrig. Sie landete nach Plan in der australischen Wüste - und sollte, so die Hoffnung der beteiligten Wissenschaftler, die ersten Proben von Asteroidenmaterial enthalten.

Nun haben japanische Forscher eine erste Analyse der weit gereisten Fracht abgeschlossen. Doch ob "Hayabusa" tatsächlich Asteroidenstaub eingesammelt hat, steht noch immer nicht fest. Man habe die Kapsel seit dem 24. Juni geöffnet und inzwischen "winzige Partikel" gefunden, teilte die japanische Raumfahrtorganisation Jaxa am Montag mit. Es sei jedoch nicht klar, ob sie wie erhofft vom Asteroiden Itokawa stammten. Möglich sei auch eine Verunreinigung des Probencontainers durch Substanzen von der Erde.

Als die Sonde im Jahr 2003 gestartet ist, habe der Probencontainer offen gestanden, erklärte die Jaxa. Deswegen könne man nicht ausschließen, dass die nun gefundenen Partikel aus dieser Zeit stammten. Der Mechanismus, mit dem die Sonde das Asteroidenmaterial aufwirbeln sollte, hatte außerdem bei seiner Auslösung Probleme bereitet. Deswegen ist nicht klar, ob und wie viel Asteroidenstaub "Hayabusa" überhaupt einfangen konnte.

Man werde noch mehrere Monate weiter an der Auswertung arbeiten müssen, um zu wissen, worum es sich bei den Partikeln handelt, erklärte die japanische Raumfahrtorganisation. Die Forscher interessieren sich für das Asteroiden-Material, weil es ihnen Hinweise auf die Geschichte unserer kosmischen Heimat liefern könnte. Der untersuchte Asteroid "Itokawa" stammt aus der Frühzeit des Sonnensystems und sollte deswegen ein Zeuge für die Zeit sein, in der die Planeten gerade erst entstanden.

chs/afp