Bild des Tages Glühender Himmel
Die gewaltigen Eruptionen der Sonne haben auch ihre schönen Seiten. Über weiten Teilen Deutschlands waren in der Nacht zum Donnerstag ungewöhnliche helle Polarlichter zu sehen. Die Lichterscheinungen, lateinisch aurora borealis, entstehen, wenn geladene Teilchen von der Sonne auf das Magnetfeld der Erde treffen und dort Sauerstoff- und Stickstoffatome zum Leuchten anregen. Treffen die einfallenden Elektronen auf Sauerstoffatome, entsteht grünes oder rotes Polarlicht. Treffen sie auf Stickstoffatome, sind vorwiegend blaue und violette Farbtöne zu beobachten.
Weil das irdische Magnetfeld seine Pole nahe von Nord- und Südpol hat, sind die Leuchten meist nur in sehr nördlichen oder südlichen Breiten zu sehen. Experten waren deshalb überrascht, dass das nächtliche Licht sogar bis nach Texas zu sehen war - der US-Bundesstaat liegt etwa so weit südlich wie Tunesien. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte Polarlicht-Sichtungen von der Nord- und Ostsee bis zum Westerwald und nach Sachsen.