"Discovery": Shuttle-Landung erneut verschoben - DER SPIEGEL
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"Discovery" Shuttle-Landung erneut verschoben

Die Rückkehr der Raumfähre "Discovery" verzögert sich weiter. Wegen des unsicheren Wetters hat die Nasa die erste Gelegenheit zur Landung am Kennedy Space Center in Florida verstreichen lassen. Neuer Termin ist 12.43 Uhr deutscher Zeit.
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Cape Canaveral - Um 11.07 Uhr deutscher Zeit hätte die "Discovery" am Kennedy Space Center in Florida aufsetzen können. Da dort jedoch nach wie vor mäßiges Wetter herrscht, hat die Nasa entschieden, den nächstmöglichen Termin um 12.43 Uhr MESZ ins Auge zu fassen.

Sollte das Wetter am Cape Canaveral dann noch immer nicht mitspielen, könnte der Shuttle auch um 14.12 Uhr oder 15.47 Uhr MESZ auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien oder um 12.39 bzw. 14.13 Uhr MESZ auf dem White-Sands-Gelände in New Mexico landen.

Eine Landung in Kalifornien oder New Mexico hätte für die Nasa allerdings den großen Nachteil, dass die "Discovery" Huckepack auf einer Boeing 747 zur Untersuchung auf mögliche Schäden nach Cape Canaveral zurückgebracht werden müsste. Das kostet nicht nur rund fünf Millionen Dollar, sondern könnte auch den nächsten, für den 22. September ins Auge gefassten Flug des Shuttles "Atlantis" zur Internationalen Raumstation ISS verzögern. Die "Discovery" müsste in diesem Fall als "Rettungs-Shuttle" zur Verfügung stehen.

Die Nasa gibt sich derweil den Anschein von Normalität: Die bisherigen Verzögerungen bei der Landung der "Discovery" seien normal. Trotzdem hofft man bei der Raumfahrtbehörde heute auf gutes Wetter für die geplante Rückkehr der Raumfähre. "Wir rechnen fest damit", sagte Shuttle-Kommandantin Collins.

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Foto: REUTERS/ NASA

Die Wettervorhersagen der Nasa für heute in Florida waren ähnlich wie die für gestern. Eine endgültige Entscheidung sollte wie schon am Vortag erneut im letzten Augenblick getroffen werden - also gut 100 Minuten vor der angepeilten Landezeit. Das ist der Zeitpunkt der Entscheidung, ob die "Discovery"-Crew die Bremsraketen der Raumfähre zünden und die Erdumlaufbahn verlassen soll. Gestern hatte eine niedrige Wolkendecke ein Aufsetzen auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida verhindert. Daraufhin war die Heimkehr zur Erde um mindestens 24 Stunden verschoben worden.

Mit dem Beatles-Hit "Good Day Sunshine" hat die Nasa heute Morgen die sieben Astronauten der Raumfähre Discovery geweckt. "Wir rechnen fest damit, heute unsere Füße auf festen Boden setzen zu können", sagte Shuttle-Kommandantin Eileen Collins.

Spätestens morgen muss die Discovery auf jeden Fall landen, da der Sauerstoff an Bord zur Neige geht. Der kritische Moment des Rückflugs ist der Eintritt in die Erdatmosphäre. Die Raumfähre "Columbia" war im Februar 2003 in dieser Phase wegen eines Defekts am Hitze-Schutzschild verglüht. Damals kamen alle sieben Astronauten an Bord ums Leben.

Die "Discovery" war am 26. Juli mit Ausrüstung und Versorgungsgütern für die ISS-Bewohner an Bord gestartet. Neben Instandsetzungsarbeiten an der Station mussten auch Reparaturen an der Außenseite des Shuttles durchgeführt werden - zum ersten Mal in der Geschichte während eines Aufenthalts im All.

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