"Endeavour": Nasa bangt um Start-Termin - DER SPIEGEL
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"Endeavour" Nasa bangt um Start-Termin

Marssonde "Phoenix" oder Space Shuttle "Endeavour"? Vielleicht muss die Nasa bald wählen: Denn treten weitere Verzögerungen auf, sind beide Starttermine nicht mehr haltbar. Die Marsmission hätte dann wohl Vorrang. Am Shuttle wird derzeit fieberhaft repariert.
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Cape Canaveral - Die Techniker der US-Raumfahrtbehörde Nasa müssen sich beeilen. Ein Leck in der Kabine der "Endeavour" muss abgedichtet werden. Bei Inspektionen war es hinter der Toilette des Space Shuttles entdeckt worden - und nun muss alles ganz schnell gehen. Denn in Cape Canaveral tickt die Uhr.

Die Reparaturarbeiten könnten noch rechtzeitig vor dem geplanten Start am Dienstag erledigt werden, sagte Nasa-Sprecher George Diller. Weitere Probleme dürften jetzt aber nicht mehr auftreten, ansonsten müsste der Flug zur Internationalen Raumstation (ISS) verschoben werden. Ein Thermostat des Hydrauliksystems der Fähre, das ursprünglich noch ausgetauscht werden sollte, bleibt daher in der "Endeavour". Nach einer Prüfung halten die Techniker den Austausch für nicht mehr notwendig, so Diller.

Am Dienstagabend (Ortszeit) soll die "Endeavour" abheben, nur drei Tage nach dem geplanten Start der Marssonde "Phoenix". Dieser Termin war wegen schlechten Wetters schon von Freitag auf Samstag verschoben wurden. Sommergewitter funken in Florida regelmäßig in die Terminplanung der Nasa hinein. Langsam wird es nun aber eng, denn Samstagnacht soll der mehrtätige Shuttle-Countdown beginnen.

Möglicherweise muss die "Endeavour" hinter der "Phoenix"-Mission zurückstehen. Für deren Start hat die Nasa nämlich nur ein Zeitfenster von drei Wochen. Hebt die Rakete mit der Marssonde nicht rechtzeitig ab, drohen zwei Jahre Zwangspause, bis Erde und Mars wieder in geeigneter Position zueinander stehen.

stx/AFP/AP/Reuters

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