Erfolgreich angedockt "Discovery" erreicht Raumstation
Cape Canaveral - Die Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" sind zwei Tage nach ihrem Start in der Internationalen Raumstation (ISS) eingetroffen. Ihr Raumschiff dockte in der Nacht zum Mittwoch an der Station an - 350 Kilometer über Australien.
"Wir haben ziemlich lange auf euch gewartet", sagte ISS-Kommandant Mike Fincke in Anspielung auf die mehr als einmonatige Verzögerung der "Discovery"-Mission. "Lasst uns an die Arbeit gehen." Die Astronauten sollen unter anderem zwei mitgebrachte Sonnensegel an der Station montieren.
Zunächst aber feierten die sieben "Discovery"-Astronauten zusammen mit den drei Besatzungsmitgliedern der ISS ihre Ankunft. Besonders begrüßt wurde der japanische Astronaut Koichi Wakata, der auch nach der Abreise der Raumfähre an Bord der Station bleiben und die Astronautin Sandra Magnus ablösen wird. Magnus war seit November vergangenen Jahres in der ISS, Wakata soll mindestens drei Monate im Weltraum verbringen.
Vor dem Andockmanöver steuerte der Kommandant der "Discovery", Lee Archambault, die Raumfähre in einer 360-Grad-Drehung um die Station, so dass diese von der ISS aus von allen Seiten fotografiert werden konnte. Die mehr als 200 Aufnahmen wurden sofort zur Auswertung zur Erde übertragen. Dort sollen sie von der Nasa auf mögliche Schäden beim Start untersucht werden. Alles sehe "sauber, sehr nett" aus, sagte ISS-Kommandant Fincke.
Erst kürzlich hatte es auf der ISS Alarm gegeben: Die Nasa hatte befürchtet, dass Weltraumschrott mit der Station kollidieren könnte. Die Besatzung musste sich für eine gewisse Zeit in die Sojus-Kapsel zurückziehen.
Die "Discovery" wird acht Tage mit der ISS verbunden sein. Ihre Besatzung hat drei Einsätze im freien Weltraum vor sich. Die Mission wurde gegenüber der ursprünglichen Planung verkürzt, weil die Raumfähre spätestens Mitte nächster Woche die ISS wieder verlassen muss. Dann fliegt ein russisches Raumschiff zur Station, mit zwei neuen Besatzungsmitgliedern der ISS an Bord. Der Start der Sojus-Rakete ist für den 26. März geplant.