Marssonde "Phoenix", wir haben ein Problem
Los Angeles - Eigentlich hatte sie heute anfangen sollen zu graben und nach Lebensspuren zu suchen. Doch der erste Einsatz von "Phoenix'" musste verschoben werden. Schuld ist ein Kommunikationsproblem mit der Marssonde. Die Raumfahrtbehörde Nasa teilte mit, dass die um den Mars kreisende und als Relaisstation dienende Sonde "Odyssey" Befehle an "Phoenix" nicht weitergeleitet hat. "'Phoenix' ist in Ordnung", erklärte die Nasa.
Offenbar hatte sich "Odyssey" selbst in einen Schlummerbetrieb versetzt und den Befehl der Bodenkontrolle nicht weitergeleitet, wie Funkingenieur Chad Edwards vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Pasadena erklärte.
Es war bereits das zweite Mal, dass ein Übermittlungsproblem die Arbeit von "Phoenix" behinderte. Das erste Kommunikationsproblem gab es zwei Tage nach der Landung von "Phoenix", als eine andere Sonde, der "Mars Reconnaissance Orbiter", sein Funkgerät abschaltete. Die Ursache des Problems bei "Odyssey" seien vermutlich hochenergetische Partikel aus dem Weltraum, die den Speicher des Bordcomputers beeinträchtigt hätten, sagte Edwards.
"Phoenix" soll mit seinem Roboterarm mindestens 90 Tage lang im Permafrost nach Spuren von Wasser und Hinweisen auf Leben graben. Die Forscher vermuten, dass etwa 30 Zentimeter unter der Mars-Oberfläche Eis liegt, in dem organische Verbindungen sein könnten. Statt zum ersten Mal zu graben, fotografierte "Phoenix" weiter den Mars. Die Sonde war am 25. Mai am Nordpol des Mars' gelandet.
lub/AP