Nasa-Entwarnung Asteroid wird Erde knapp verfehlen
Nasa-Forscher haben nun Gewissheit: Der kürzlich entdeckte Asteroid 2004 MN4, den man mit der höchsten Gefahrenstufe aller Zeiten bewertet hatte, wird die Erde nicht treffen.
Am 23. Dezember hatte die Nasa gewarnt, der gigantische Gesteinsbrocken aus dem Weltall werde mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu 300 am 13. April 2029 auf der Erde einschlagen. Am Montag hatte die US-Raumfahrtbehörde die Trefferchance sogar auf eins zu 37 korrigiert und den Asteroiden mit Gefahrenstufe 4 auf der Torino-Skala für potenziell bedrohliche Asteroiden bewertet. Nie zuvor war ein Asteroid als so gefährlich eingestuft worden. 2004 MN4 misst etwa 400 Meter und ist damit groß genug, um bei einer Kollision mit der Erde beträchtlichen lokalen oder regionalen Schaden anzurichten.
Archivmaterial machte die Entwarnung möglich
Die Wissenschaftler hatten zwar erwartet, einen Einschlag am 13. April 2029 durch weitere Berechnungen ausschließen zu können. Dies hätte jedoch Tage oder gar Wochen gedauert, da neue Beobachtungen nötig gewesen wären, um die genaue Route des Asteroiden vorherzusagen.
Nun aber ist es gelungen, die Umlaufbahn von 2004 MN4 durch Auswertung bereits vorhandener Daten zu prognostizieren. Forscher des Spacewatch Observatory nahe Tucson (US-Staat Arizona) entdeckten den Asteroiden auf Archivbildern vom 15. Mai 2004. Außerdem wurde er im Juni und im Dezember gesichtet. Anhand dieser Informationen konnten die Wissenschaftler die Gefahr eines Einschlags in 24 Jahren zuverlässig ausschließen.
"Wir können uns glücklich schätzen, dass es diese früheren Sichtungen gab, da 2004 MN4 normalerweise zu schwach zu erkennen ist, als dass man ihn mit unseren Suchteleskopen sehen könnte", sagte Clark Chapman vom Southwest Research Institute dem Onlinedienst Space.com.
Die Wissenschaftler können zwar nicht sicher sein, dass der Asteroid die Erde niemals treffen wird. In absehbarer Zukunft befürchten sie jedoch keine ernsthafte Gefahr mehr. "Es besteht bei keiner der folgenden Erdpassagen im 21. Jahrhundert Anlass zur Besorgnis", heißt es in einer Erklärung der Nasa .