Naturschauspiel Mondfinsternis wird extralang
Sternwarten in ganz Deutschland laden zu dem Naturschauspiel ein, das um 21.52 Uhr beginnen wird. Bis 23.08 Uhr befindet sich der Mond im Kernschatten der Erde. Die "totale Mondfinsternis" wird ihrem Namen dennoch nicht voll gerecht: Streulicht aus der Erdatmosphäre wird den Trabanten eher rotbraun leuchten lassen.
Die Aussichten auf das Himmelsspektakel sind in weiten Teilen Deutschlands allerdings durch Regenwolken getrübt. Im Osten und Süden gibt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in der Nacht zum Mittwoch immer wieder Schauer. Im Westen sind die Erfolgsaussichten noch am besten. Mehrere Observatorien wollen jedoch Live-Bilder ihrer Teleskope ins Internet stellen.
Für die Beobachtung der Finsternis ist freie Sicht in Richtung Südosten erforderlich, da der Mond nicht besonders hoch über dem Horizont stehen wird. Zur Mitte der Finsternis um 22.30 Uhr befindet er sich nur zwölf Grad über dem Horizont - etwas mehr als die Breite einer Faust.
Die Mondfinsternis dauert dieses Mal insgesamt eine Stunde und 16 Minuten und ist damit deutlich länger als die 25 Minuten dauernde Finsternis im November 2003. Grund dafür ist nach Angaben der Vereinigung der Sternfreunde (VdS), dass die Mondbahn dieses Mal näher am Zentrum des Kernschattens verläuft.