Neue Marsmission: Polarforscher "Phoenix" bekommt grünes Licht - DER SPIEGEL
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Neue Marsmission Polarforscher "Phoenix" bekommt grünes Licht

Die Mars-Rover sind noch nicht angekommen, da plant die Nasa bereits die nächste Mission zum Roten Planeten. "Phoenix" soll 2007 starten und im eisigen Boden nach organischen Molekülen suchen.
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Der Besucherandrang am Mars reißt nicht ab: Während die Robot-Rover "Spirit" und "Opportunity" dem Erdnachbarn entgegenfliegen, hat die Nasa den Startschuss für einen weiteren Erkundungsflug gegeben. Die Landesonde "Phoenix" soll im Jahr 2007 zum Roten Planeten aufbrechen, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit.

Der Kundschafter wird nach den Plänen der Wissenschaftler in hohen Breiten der Mars-Nordhalbkugel landen und dort den eisigen Boden untersuchen. Wie Beobachtungen des Orbiters "Mars Odyssey" gezeigt haben, könnten in den Polregionen des Nachbarplaneten knapp unter der Oberfläche große Wasservorkommen als Permafrost existieren.

Im Landegebiet von "Phoenix" erwarten die Forscher einen Anteil von 80 Volumenprozent Wassereis im Boden. Mit einem Roboterarm soll die Sonde einen Meter tief in den Grund vordringen. Die Proben können dann mit einer Reihe von Instrumenten untersucht werden. Unter anderem sollen sie in winzigen Öfen erhitzt werden, um ihre flüchtigen - und möglicherweise organischen - Bestandteile zu analysieren.

Das Raumvehikel soll seinen Blick allerdings auch nach oben richten: Mit einer Stereokamera und meteorologischen Instrumenten soll "Phoenix" das Klima in der Polregion des Roten Planeten erkunden. Mit der Mission wollen die Forscher ergründen, wie die Eisvorräte in den Boden gelangten und ob sich in der frostigen Umgebung Spuren von Leben verbergen.

"Phoenix" ist nicht umsonst nach dem sagenhaften, aus der Asche auferstandenen Vogel benannt. Die Landesonde wurde ursprünglich für das Projekt "Mars Surveyor 2001" gebaut. Nachdem die Sonde "Mars Polar Lander" jedoch im Dezember 1999 am Südpol verloren ging, stoppte die Nasa die geplante Landemission. Mit "Phoenix" erhalten die Forscher nun eine zweite Chance für eine marsianische Polarexpedition.