Neuseeland: Meteor erschreckt Anwohner - DER SPIEGEL
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Neuseeland Meteor erschreckt Anwohner

Ein lauter Knall und helle Lichtstrahlen über Neuseeland, Anwohner berichten gar von wackelnden Häusern. Experten vermuten einen Meteoriten hinter dem Schrecken aus der Höhe - und suchen nach der Einschlagsstelle.
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Christchurch - Der glühende Punkt am Firmament über der neuseeländischen Stadt Christchurch konnte nicht einfach eine Sternschnuppe sein: "Er war sehr groß und hell, schoss über den Himmel und erlosch. Dann hörten wir etwa eine Minute später den Knall", berichtet der Augenzeuge Matthew Miller, der sich 70 Kilometer südlich von Christchurch aufhielt.

Etwas ist am Dienstag in die Erdatmosphäre eingedrungen und in einem gering besiedelten Gebiet in Neuseeland niedergegangen. Zum Knall kam es, als der Körper aus dem All die Schallmauer durchbrach.

Dabei habe das Objekt wahrscheinlich die Größe eines Basketballs gehabt, sagte der Leiter des Observatoriums auf dem Mount John, Allan Gilmore, im neuseeländischen Rundfunk.

Bewohner der Stadt Christchurch berichteten, ihre Häuser und auch der Boden seien erschüttert worden. Andere Augenzeugen - wie Miller - sahen einen hellen Lichtstrahl, der in den örtlichen Medien als Meteor bezeichnet wird. Ob es sich bei dem herniedergekommenen Ball wirklich um einen Meteoriten handelt - also das Überbleibsel eines ursprünglichen Meteoriden, der im All herumflog, wissen die Experten vor Ort noch nicht. "Dass ein Meteorit hier herunterkommt, ist wirklich selten", sagte ein Mitarbeiter des Stardome Observatory in Auckland auf der Nordinsel Neuseelands zu SPIEGEL ONLINE. Der letzte bedeutende Meteorit sei im Juli 1999 auf Neuseeland eingeschlagen.

Die unterschiedlichen Begrifflichkeiten sorgen leicht für Verwirrung: Meteoroide oder Meteoride nennt man kleine Objekte, welche die Erdbahn kreuzen. Treten sie dabei in die Atmosphäre ein und erzeugen einen Feuerschweif, werden sie Meteor genannt. Falls von einer solchen Sternschnuppe Überreste auf der Erdoberfläche aufschlagen, spricht man von Meteoriten.

Wissenschaftler vor Ort suchen zurzeit noch nach der Einschlagstelle. Mit weiteren Ergebnissen rechnet das Observatorium am Mittwochmorgen (Ortszeit).

fba/AP

"Bisher wurde der Meteorit noch nicht gefunden", sagte Colin James vom Stardome Observatory auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE am Mittwoch, den 13. September. Der zunächst leuchtende Himmelskörper sei vermutlich in einen Teich gefallen, eventuell sei er auch nur so groß wie ein Golfball. Ihn wirklich noch zu finden sei unwahrscheinlich, so James.

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