"New Horizon": Schlangenhaut auf Pluto entdeckt - DER SPIEGEL
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Pluto: Schlangenhaut auf dem Zwerplaneten

Foto: NASA/ JHUAPL/ SWRI

Neue Fotos Pluto hochaufgelöst und in Farbe

Rillen und Rinnen, die an Schlangenhaut erinnern: Neue Aufnahmen zeigen den Zwergplaneten Pluto in der bislang höchsten Auflösung. Hier sind die Bilder.
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Ein Bilderrausch wie früher in Zeiten der analogen Urlaubserinnerungen: Die Ferien sind vorbei, die Fotos aber müssen noch entwickelt werden und kleben erst Wochen später im Fotoalbum. Die Astronomen der Nasa schwelgen derzeit im Pluto-Fieber: Seit Wochen treffen bei ihnen die Aufnahmen eines spektakulären Vorbeiflugs ein.

Die Sonde "New Horizons" war nach mehr als neun Jahren und fünf Milliarden Kilometern Mitte Juli als erster irdischer Flugkörper am Zwergplaneten Pluto vorbeigeflogen und hatte ihn mit sieben wissenschaftlichen Instrumenten untersucht. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Sonde in der ersten Septemberwoche damit begonnen, neue Aufnahmen und andere Daten zur Erde zu senden. Es wird noch mehrere Monate dauern, bis die Nasa-Forscher alle Daten haben.

Fließende Gletscher, eine Dünenlandschaft, Eisflüsse - schon bei den ersten Bildern Mitte September gerieten die Nasa-Forscher ins schwärmen. Die jüngsten Aufnahmen nun zeigen wieder Überraschendes: ein Stück Pluto-Oberfläche mit einer Struktur wie eine Schlangenhaut. "Was ist das?", fragte sich nicht nur Nasa-Wissenschaftlerin Barbara Cohen beim Anblick der Bilder. Die Brocken könnten Berge sein, oder Eisklumpen. Es wird noch eine Weile dauern, bis die Forscher sagen können, worum es sich bei der Formation tatsächlich handelt.

Riesige Rinnen und jede Menge Methan

Auch die Rillen auf der Bergkette Tartarus Dorsa geben den Astronomen Rätsel auf. Die Landschaft erstreckt sich über Hunderte von Meilen. Viele der Rinnen laufen parallel, so als seien sie durch einen geologischen Prozess entstanden - möglicherweise Wind, vermutet Alex Parker in einer Mitteilung der Nasa. "Das sind nicht nur zarte Wellen - das sind riesige Rinnen", sagt der Astronom aus dem "New Horizons"-Wissenschaftsteam im Southwest Research Institute in Boulder, Colorado.

Ein weiteres Highlight für die Forscher: eine Aufnahme, die die Oberfläche des Pluto in der bislang höchsten Auflösung zeigt. Zu sehen sind mit rund 250 Metern pro Pixel die Berge am Rande der großen Ebene, die Nasa-Forscher nennen sie Sputnik Planum.

Eine weitere Spektralaufnahme des Pluto zeigt, dass es auf dem Zwergplaneten jede Menge Methan gibt - allerdings ungleichmäßig verteilt. In der Bergregion Cthulhu Regio kommt demnach kein Methan vor.

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khü