"Opportunity"-Landung: Volltreffer im Mars-Krater - DER SPIEGEL
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"Opportunity"-Landung Volltreffer im Mars-Krater

Der Nasa ist mit der Landung von "Opportunity" auf dem Mars buchstäblich ein Sonntagsschuss geglückt. Der Rover hat mitten in einem kleinen Krater aufgesetzt - beste Voraussetzungen für die Erkundung tieferer Gesteinsschichten.
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"Ich bin baff. Ich bin erstaunt. Es hat mich umgehauen." , sagte Steve Squyres, für die Mars-Rover der Nasa zuständiger Chefwissenschaftler. "'Opportunity' ist in einer fremdartigen und bizarren Landschaft gelandet. Wir wissen noch immer nicht, was wir auf den Bildern sehen."

Der Grund für die atemlose Begeisterung des Forschers: Mit der Landung von "Opportunity", dem mit "Spirit" baugleichen zweiten Mars-Roboter, ist der Nasa ein Volltreffer geglückt. "Meine größte Hoffnung war, dass wir nahe genug an einem Krater landen würden, um an tiefere Gesteinsschichten zu gelangen", sagte Squyres. "Und jetzt sind wir mittendrin in einem."

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Nasa in Sektlaune: Bilder von der zweiten Marssonde

Foto: REUTERS / NASA

Die ersten Bilder, die "Opportunity" etwa vier Stunden nach der Landung am frühen Sonntagmorgen deutscher Zeit zur Erde funkte, zeigen eine glatte, dunkelrote Oberfläche mit Anzeichen von gewachsenem Fels. Die Abdrücke der Airbags, die den Sturz der Sonde abfederten, sind deutlich zu erkennen.

Eine erste Auswertung der Bilder ergab, dass der Rover in einem sechs Meter tiefen Krater von 20 Metern Durchmesser steht. Das Landegebiet, eine große Ebene namens Meridiani Planum, gilt als das flachste Gebiet des Mars und liegt etwa 10.600 Kilometer entfernt vom Landeplatz des ersten Marsrovers "Spirit".

"Opportunity" könnte in zehn bis 14 Tagen von seiner Landefähre hinabrollen und mit der Erkundung seiner Umgebung beginnen, sagte Nasa-Mitarbeiter Arthur Amador. Zu den möglichen Zielen gehöre ein größerer, etwa 800 Meter entfernter Krater von 150 Metern Durchmesser. Der 1,50 Meter hohe Rover, der mit Panoramakameras und deutschen Spektrometern zur Gesteinsanalyse ausgestattet ist, soll in der Tiefebene unter anderem nach Roteisenerz (Hämatit) suchen, das sich oft in Gegenwart von Wasser oder vulkanischer Aktivität bildet. Das graue Gestein war 1998 von der Sonde "Mars Global Surveyor" entdeckt worden.

"Spirit" soll in drei Wochen wieder arbeiten

"Spirit" befindet sich derweil nach größeren technischen Schwierigkeiten auf dem Weg der Besserung. Am Mittwoch war der stetige Strom an Daten und Bildern zu einem Rinnsal verkümmert. Der Bordcomputer versuchte seitdem mehr als 130 Neustarts. Nur unter Umgehung von "Spirits" Flash-Speicher gelang es den Nasa-Ingenieuren, Kontakt zu dem Roboter herzustellen.

Mittlerweile habe sich herausgestellt, dass die Speicherchips des Rovers entgegen erster Annahmen nicht beschädigt seien. Die Techniker vermuten nun, dass das Hauptproblem in der Software zur Kontrolle des Speicher-Managements liegt. Projektmanager Pete Theisinger mutmaßte, dass auch Probleme mit anderen Teilen der Hardware oder aber Sonnenstrahlung als Ursachen in Frage kämen. Voraussichtlich in drei Wochen könne "Spirit" wieder seine normale Arbeit aufnehmen.

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