Perseiden - DER SPIEGEL
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Perseiden: Tolles Wetter, wenige Sternschnuppen

Foto: Oliver Berg/ dpa

Perseiden Zweite Chance für Sternschnuppenzähler

Der Meteorstrom der Perseiden ließ sich in der Nacht zum Sonntag gut beobachten. Wer die Sternschnuppen verpasst hat, bekommt eine weitere Chance: Auch in der Nacht zum Montag werden die von einem Kometen stammenden Gesteinsbröckchen den Himmel erleuchten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Klarer Himmel über ganz Deutschland, dazu milde Temperaturen: Bei diesen Bedingungen ließ sich der jährlich wiederkehrende Meteorstrom der Perseiden bestens beobachten. In verschiedenen Hobbyastronomen-Foren tauschen Beobachter aus, wie viele Sternschnuppen sie gezählt - und fotografiert - haben.

Demnach scheint die Zahl der beobachteten Meteore deutlich geringer gewesen zu sein als das angekündigte Maximum von 120 Stück pro Stunde. "Zu sehen waren zwar nicht die erhoffte Anzahl, aber doch einige große Exemplare mit langer Rauchspur", schreibt beispielsweise ein Teilnehmer bei astrotreff.de . Und im Forum des Arbeitskreises Meteore   findet sich der Aussage: "Trotzdem: relativ wenige Perseiden gegenüber der guten Vorhersage (jedenfalls vor Mondaufgang)."

Wer die Sternschnuppenbeobachtung ganz verpasst hat, erhält in der Nacht zum Montag eine weitere Chance: Die Perseiden sind mehrere Nächte nacheinander zu sehen, das Maximum haben sie in diesem Jahr aber schon hinter sich. Für eine optimale Beobachtung muss man allerdings lange wach bleiben oder sehr früh aufstehen, die meisten Meteore sind in der Regel in der Zeit vor der Morgendämmerung zu sehen.

Der Ursprung der Meteore scheint im namensgebenden Sternbild Perseus zu liegen. Wie bei andere Meteorschwärmen auch ist ein Komet für den jährlichen Sternschnuppenregen verantwortlich. 109P/Swift-Tuttle, der die Sonne einmal in 133 Jahren umrundet, lässt auf seiner Bahn eine Spur aus Staub, kleinen Gesteinsbrocken und Eis zurück. Im August kreuzt die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne die Hinterlassenschaft des Kometen.

Dringen die Partikel, die in der Regel kleiner sind als ein Tennisball, in die Atmosphäre ein, verglühen sie. Dadurch entsteht das Leuchten, das von der Erde aus als Sternschnuppe zu beobachten ist.

Auch wenn die Erde die Bahn des Kometen regelmäßig kreuzt, wird der Wanderer selbst dem Planeten in den kommenden Jahrtausenden kaum gefährlich nahe kommen. Im Jahr 2126 soll er sich der Erde erstmals wieder "annähern", allerdings wird sein Abstand zum Planeten auch dann höchstwahrscheinlich größer sein als 22 Millionen Kilometer.

wbr