Pluto-Raumsonde Start zum zweiten Mal verschoben
Cape Canaveral - Bereits gestern sollte "New Horizons" ins All geschossen werden. Doch wegen heftigen Windes am Raumfahrtzentrum Cape Canaveral verschoben die Wissenschaftler den Start. Heute legte ein Sturm in Maryland die Stromversorgung des Labors der Johns-Hopkins-Universität lahm, das die Raumsonde überwacht.
Der Nasa bleibt nach den beiden Startabbrüchen zwar ein Zeitfenster bis Mitte Februar, um die Pluto-Sonde auf die Reise zu schicken. Bei einem Start im Januar könnte die Sonde von der Größe eines Klaviers aber noch die Schwerkraft des Jupiters ausnutzen und schneller vorankommen.
"New Horizons": Pluto-Sonde auf dem Weg zum Eiszwerg
"New Horizons" könnte dann in neun Jahren Pluto erreichen, den äußersten und einzigen noch nicht vor Ort erforschten Planeten unseres Sonnensystems. Er liegt im sogenannten Kuiper-Gürtel, einem Ring mit Gestein- und Eisbrocken, deren Entwicklung aus bisher unbekannten Gründen gehemmt blieb. Dort hoffen die Wissenschaftler auch auf neue Hinweise zur Entstehung von Planeten.
Die Sonde wird zunächst von einer Atlas-V-Rakete mit einer Geschwindigkeit von fast 58.000 Kilometern pro Stunde auf den Weg gebracht, anschließend wird sie mit Atomkraft betrieben. Dafür sind rund elf Kilogramm Plutonium an Bord, was heftige Proteste von Atomkraftgegnern hervorgerufen hat. Sollte der Start von "New Horizons" nicht bis zum 14. Februar gelingen, müsste die Aktion bis in den Februar kommenden Jahres aufgeschoben werden.