Raumfähre "Discovery" Nasa verschiebt Shuttle-Flug
Washington - Der "Discovery"-Flug zur Raumstation ISS ist wegen technischer Probleme erneut um mehrere Tage verschoben worden. Der Start in Cape Canaveral im Bundesstaat Florida werde frühestens am 22. Februar stattfinden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.
Zunächst für den 12. Februar geplant, war der Start um eine Woche auf den 19. Februar verschoben worden. An drei Ventilen des Motors müssten weitere Tests vorgenommen werden, erklärte die Nasa. Am 18. Februar solle dann über den tatsächlichen Starttermin entschieden werden.
Durch die Ventile wird gasförmiger Wasserstoff zum Antrieb der Raumfähre geleitet. Nach der Rückkehr der Raumfähre "Endeavour" von einem Flug zur ISS im November war entdeckt worden, dass ein solches Ventil beschädigt war. Um bei der "Discovery" eine Panne zu vermeiden, seien die betreffenden Ventile ausgebaut, untersucht und wieder eingebaut worden, teilte die Nasa mit.
Die siebenköpfige "Discovery"-Crew unter Kommandant Lee Archambault soll das vierte und letzte Sonnensegel zur ISS bringen. Damit ist die Energieversorgung der Station mit einer Leistung zwischen 84 und 120 Kilowatt dann komplett. Das schafft die Voraussetzungen für die Verdopplung der Stammbesatzung ab Ende Mai auf sechs Mitglieder und die Intensivierung der wissenschaftlichen Arbeit in der Schwerelosigkeit. Der ersten Sechser-Crew wird auch der belgische Esa-Astronaut Frank de Winne angehören.
Mit an Bord der "Discovery" ist der japanische Astronaut Koichi Wakata. Er soll seine US-Kollegin Sandra Magnus ablösen, die seit Mitte November vergangenen Jahres als zweite Bordingenieurin in der Station arbeitet. Während der 14-Tage-Mission stehen der Shuttle-Besatzung vier Ausstiege in den freien Raum bevor. Dabei wird neben dem Sonnensegel auch eine GPS-Antenne für den japanischen Weltraumfrachter "H-II" montiert, der im Laufe des Jahres erstmals die ISS ansteuert.
Insgesamt sind 2009 fünf Shuttle-Starts zur Station vorgesehen. Der Nächste ist für Mai geplant. Dabei wird eine japanische Experimentierplattform für das Kibo-Forschungsmodul auf die Umlaufbahn gebracht. Später folgen dann noch das Verbindungsmodul "Node 3" und die Aussichtsplattform "Cupola" als letzte große Elemente der Station, die 2010 endgültig fertig sein soll.