Raumfahrt: China probt den bemannten Ernstfall - DER SPIEGEL
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Raumfahrt China probt den bemannten Ernstfall

China hat am Montag eine unbemannte Raumkapsel erfolgreich in eine Erdumlaufbahn gebracht. Es könnte der letzte Testlauf sein, bevor chinesische Astronauten ins All starten.
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Peking - Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua erreichte das Raumschiff "Shenzhou 2" zehn Minuten nach dem Start vom Raumfahrtzentrum Jiuquan in der Provinz Gansu die vorgesehene Umlaufbahn. Der erfolgreiche Start demonstriere die zunehmende Reife der chinesischen Technologie für bemannte Raumflüge, sagte Parlamentschef Li Peng. Er war für den Start zum Raumfahrtzentrum gereist. "Shenzhou IV" solle den Weg für einen "baldigen" ersten bemannten Raumflug ebnen, berichtete Xinhua weiter.

Astronauten hätten erstmals vor dem Start in der Raumkapsel trainiert. Schon bei den drei vorhergehenden Flügen hätten alle Funktionen und Daten für bemannte Raumflüge den Test bestanden. In dem laufenden Flug seien alle Systeme an Bord, die Astronauten bräuchten. Mehrere Experimente mit den Flugsystemen und den lebenserhaltenden Anlagen in der Kapsel sollen unternommen werden. Wie lange der Flug dauern wird, teilte die Nachrichtenagentur nicht mit.

Nach dem auf 20 Jahre angelegten Raumfahrtprogramm Chinas ist "Shenzhou IV" als letzter unbemannter Flug geplant. Der erste Flug eines chinesischen Astronauten könnte nach Angaben von Wissenschaftler sogar schon 2003 starten. Die chinesischen Raumfahrtkapseln basieren auf einer modifizierten Technik der russischen Sojus-Kapseln. "Shenzhou I" startete 1999. Mit "Shenzou IV" startete zum 27. Mal erfolgreich eine chinesische Rakete.