Raumstation ISS: Die "Atlantis" dockt an - DER SPIEGEL
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Raumstation ISS Die "Atlantis" dockt an

Zwei Tage nach dem Start hat die "Atlantis" die Internationale Raumstation erreicht. Den Astronauten steht ein arbeitsreicher Aufenthalt bevor: Sie müssen ein metallenes Rückgrat und eine Eisenbahn installieren.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Rund 385 Kilometer über China hat die "Atlantis" am Mittwochabend problemlos an der Internationalen Raumstation ISS angelegt. Gelegenheit zu einer Willkommensfeier mit der dreiköpfigen Dauerbesatzung bleibt den sieben Shuttle-Astronauten jedoch kaum: Die Fähre muss sofort entladen werden, weil die Zeit während des sechstägigen Arbeitsbesuches eng bemessen ist.

Gleich am Donnerstag sollen die Astronautin Ellen Ochoa und ihr Kollege Jerry Ross mit der Montage eines neuen Metallgerüsts an der Station beginnen. Zunächst werden dabei die Bauteile mit dem im vergangenen Jahr installierten kanadischen Roboterarm auf das Wissenschaftsmodul Destiny gehievt. In den folgenden Tagen müssen die zwei Arbeitsteams das Gerüst mit zahlreichen Verbindungen verankern sowie Strom- und Datenleitungen anbringen. Insgesamt sind vier Weltraumausstiege vorgesehen.

Mit weiteren Segmenten soll das Metallgerüst im Laufe des Jahres auf eine Länge von hundert Meter ausgebaut werden. Später können daran Solarflügel, Hitzeschilder und Generatoren für künftige Labors installiert werden. Neben diesem Rückgrat der Station bringt die Fähre auch spezielle Bahnschienen mit: Auf dem 190 Millionen Dollar teuren System soll künftig der Roboterarm gleiten, um auch die entferntesten Stellen der ISS erreichen zu können.

Angesichts der komplizierten Montagearbeiten zeigte sich Ochoa gelassen: "Ich denke, wir haben uns in Übungen gut vorbereitet." Ihr Partner Jerry Ross kann bei seinen zwei geplanten Außeneinsätzen eine eigene Bestmarke übertreffen: Mit sieben Weltraumausstiegen hält er bereits den Rekord für US-Astronauten. Zudem ist er der erste Mensch, der siebenmal ins All geflogen ist.

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