Raumstation ISS: Die "Atlantis" hat angedockt - DER SPIEGEL
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Raumstation ISS Die "Atlantis" hat angedockt

Die ISS-Langzeitcrew bekommt erstmals seit ihrem Einzug Gesellschaft. Die sechs Besucher, die am Mittwoch mit der Raumfähre "Atlantis" eintrafen, sollen den Ausbau der Station weiter vorantreiben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Vier Monate hat die Dauerbesatzung der Internationalen Raumstation (ISS) allein im Weltraum verbringen müssen. Mit gehöriger Verspätung kam der lang erwartete Besuch jetzt an: Das Space Shuttle "Atlantis" legte am Mittwoch beinahe 400 Kilometer über Zentralasien an der Station an, die Nasa sprach von einem perfekten Manöver.

Die sechsköpfige Crew der Raumfähre wird eine Woche bei den Kollegen in der Umlaufbahn bleiben. Während dieser Zeit sollen die Gastarbeiter von der Erde drei Weltraumausstiege vornehmen, von denen der erste bereits für Donnerstag geplant ist. Aufgabe der Astronauten ist es, einen 14 Tonnen schweren Träger auf der Station anzubringen, um ein Außengerüst weiter auszubauen.

Das 13,50 Meter lange und 4,50 Meter breite Gerüstteil, zu dem auch ein Schienenwaggon und Kühleinrichtungen gehören, hat einen Wert von 390 Millionen Dollar. Das Außengerüst soll später insgesamt die Größe eines Fußballfeldes erreichen.

Außerdem brachte "Atlantis"-Kommandant Jeffrey Ashby Lebensmittel für die ISS-Besatzung mit. Während er das Shuttle manövrierte, versicherte er der amerikanischen Astronautin Peggy Whitson, dass er auch die von ihr bestellte Soße dabei habe. "Okay, dann lassen wir euch rein", scherzte Whitson bei der Ankunft der "Atlantis".

Die Raumfähre war am Montag mit sechswöchiger Verspätung ins All gestartet. Der ursprünglich für August vorgesehene Start der "Atlantis" musste wiederholt verschoben werden. Im Juli wurden Risse in Treibstoffleitungen entdeckt, und defekte Shuttle-Transporter sowie zuletzt Hurrikan "Lili" sorgten für weitere Verzögerungen.

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