Riesen-Vulkan: "Mars Express" fotografiert den Olymp - DER SPIEGEL
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Riesen-Vulkan "Mars Express" fotografiert den Olymp

Die europäische Sonde "Mars Express" hat erneut atemberaubende Fotos zur Erde gefunkt. Sie zeigen Olympus Mons, den höchsten Berg des Sonnensystems, in ungekannter Schärfe. Zugleich kündigte die Esa eine Untersuchung zum Scheitern von "Beagle 2" an.
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Neben Olympus Mons würde sich der Mount Everest wie ein sanfter Hügel ausnehmen: 22 Kilometer weit ragt der riesenhafte Vulkan von der Oberfläche des Mars in die Höhe und gilt damit als höchster Berg des Sonnensystems. Allein in seinem drei Kilometer tiefen Krater könnte so mancher Berg der Alpen bequem verschwinden.

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Riesen-Vulkan: "Mars Express" schickt Bilder vom Olymp

Foto: ESA/ DLR/ FU Berlin

"Mars Express" fotografierte die Caldera des Vulkans in einer nie gekannten Schärfe. Die Bilder wurden aus einer Höhe von 273 Kilometern mit der von deutschen Wissenschaftlern entwickelten, hochauflösenden Stereo-Kamera (HRSC) aufgenommen. Durch die Stereo-Technik lassen sich am Computer auch dreidimensionale Modelle der Marsoberfläche errechnen. Deutlich sind auf ihnen die Risse zu erkennen, die sich bildeten, als die Caldera über der leeren Magmakammer zusammenstürzte.

Zugleich hat die Esa das in Großbritannien konstruierte Mars-Landegerät "Beagle 2" offiziell für verloren erklärt. Die europäische Raumfahrtagentur und der britische Wissenschaftsminister Lord David Sainsbury kündigten eine Untersuchung zu den Ursachen des Scheiterns der Mission an. "Beagle 2" war vor Weihnachten vom Mutterschiff "Mars Express" abgekoppelt worden, um auf dem Planeten zu landen. Seitdem fehlt von der Sonde jede Spur.

Etliche Versuche, Kontakt mit dem Landegerät aufzunehmen, schlugen fehl. Nach Einschätzung der Esa-Experten ist "Beagle 2" auf der Oberfläche zerschellt. Die Gründe dafür sind jedoch noch unklar. "Beagle 2" sollte im Mars-Boden nach Spuren früheren Lebens suchen und die Wetterbedingungen auf dem roten Planeten erforschen. Die Entwicklung des Landers kostete nach offiziellen Angaben 65 Millionen Euro.

Nach Angaben von Colin Pillinger, dem "Vater" der Landesonde, soll sich die Untersuchung auf die technischen Teile von "Beagle 2" konzentrieren, die für das Scheitern am wahrscheinlichsten in Betracht kommen - um ähnliche Fehlfunktionen bei künftigen Missionen zu vermeiden. Leicht dürfte die Suche nach dem Grund des Scheiterns allerdings nicht werden: "Beagle 2" hatte keine Vorrichtungen an Bord, mit denen Daten vom Landeanflug zur Erde hätten übertragen werden können.

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