Satellitenbild der Woche: Eiskalt erwischt - DER SPIEGEL
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Satellitenbild der Woche Eiskalt erwischt

Der US-Erdbeobachtungssatellit "Terra" hat einen Wintereinbruch im Mittleren Westen der USA beobachtet. In der spektakulären Aufnahme leuchten Schnee und Eis in feurigen Tönen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Pünktlich zum Start des meteorologischen Winters hat der Mittlere Westen der USA einen Kälteeinbruch erlebt. Ein Wintersturm bedeckte die Region mit Schnee und Eis. Gut zu sehen ist das auf einem aktuellen Foto des US-Erdbeobachtungssatelliten "Terra", der die Erde in ungefähr 700 Kilometern Höhe alle 90 Minuten umkreist. An Bord hat der vor fast genau acht Jahren gestartete Nasa-Späher fünf Messinstrumente.

Eines von ihnen lieferte vor kurzem diese spektakuläre Falschfarbenaufnahme der winterlichen Great Plains. Erfasst wurde kurzwelliges Infrarotlicht, das von der Erdoberfläche reflektiert wurde. Schneebedeckte Bereiche leuchten in orangerot, unbedeckte Flächen in blau-grün. Pechschwarz sind kleinere Bereiche zu erkennen, in denen es flüssiges Wasser in Flüssen und Seen gibt.

Die Falschfarbentechnik liefert im Vergleich zu Bildern im Bereich des sichtbaren Lichts zusätzliche Informationen: Zum einen lassen sich die Wolken am rechten unteren Rand vom Schnee unterscheiden. Zum anderen zeigen sich in der Bildmitte Bereiche, die knallrot leuchten. Hier ist der Boden mit Eis bedeckt, das auf Bildern im normalen Spektrum nicht zu erkennen wäre.

chs