Satellitenbild der Woche Feuer unter dem Eis
Islands of Four Mountains: Nebel, Regen, Stürme, Vulkanasche
Foto: NASAViel Nebel, noch mehr Regen, heulende Stürme - und viel Einsamkeit. So richtig gemütlich ist es nicht auf der Inselgruppe der Aleuten, die sich als lange Kette von Nordamerika nach Asien durchs Beringmeer erstrecken. Die meisten der beinahe komplett zum US-Bundesstaat gehörenden Eilande sind ohnehin unbewohnt. Gerade einmal 8000 Menschen insgesamt leben auf den mehr als 150 Inseln.
Ohne gäbe es die Inselgruppe nicht. Das trifft natürlich auch auf die Islands of Four Mountains zu, den Teil der Aleuten, der auf dieser aktuellen Falschfarbenaufnahme des Nasa-Satelliten "Terra" zu sehen ist. In der Gruppe der schneebedeckten Gipfel ist vor allem der Mount Cleveland wichtig - denn unter ihm schlummert noch immer das ewige Feuer.
Das Magma der Aleuten-Vulkane entsteht, weil in dem Gebiet die Pazifische unter die Nordamerikanische Platte abtaucht. Der 1700 Meter hohe Schichtvulkan auf Chuginadak Island, hier in der Bildmitte, ist noch immer aktiv - und könnte mit seiner Aschewolke den internationalen Flugverkehr behindern. Der Mount Cleveland gilt als einer der aktivsten Vulkane der Aleuten-Kette. Die letzte größere Eruption gab es im Jahr 2009. Damals stiegen Aschewolken mindestens sechs Kilometer hoch, verflüchtigten sich aber schnell wieder.
Es heißt, dass ein US-Soldat der einzige Mensch sei, der jemals bei einem Ausbruch des Vulkans ums Leben kam. Der Mann soll im Juni 1944 bei einem Erdrutsch gestorben sein. Zumindest was die Zahl der Opfer bei Vulkankatastrophen angeht, ist die dünne Besiedlung der Insel also ein unbestreitbarer Vorteil.