Satellitenbild der Woche Milchige See
Nova Scotia (Neuschottland) heißt die kanadische Provinz und Halbinsel, die der Nasa-Satellit "Earth Observing-1" am 30. April abgelichtet hat. Das Wasser im Cumberland Basin (Bildmitte) ist weiß-gelb gefärbt, weil Sedimente darin gelöst sind. Aber auch die Sonne trägt ihren Teil zu den ungewöhnlichen Pastelltönen bei.
Berühmt ist die Halbinsel für die Joggins Cliffs direkt an der Küste - ein Paradies für Paläontologen. Mehrere Schichten versteinerter Wälder sind hier zu beobachten, und immer wieder finden sich auch Millionen Jahre alte Tierspuren im Gestein. Die Cliffs selbst erscheinen auf der Satellitenaufnahme in der Farbe grau-beige.
Damit Organismen zu Fossilien werden, müssen sie viele Jahre luftdicht lagern. An den Joggins Cliffs wurden ganze Bäume von Schlamm eingeschlossen - zum Glück für Forscher und Wanderer, die dort nun massenhaft Fundstücke aus einer längst vergangenen Zeit aufstöbern können. Die Fossilien auf Nova Scotia sind zwischen 360 und 290 Millionen Jahre alt.
Gefunden wurden unter anderem versteinerte Skelette von Wirbeltieren und die ältesten bekannten Spuren eines Reptils. Dieses dürfte der Gattung Arthropleura geähnelt haben, Gliederfüßer, die an Land gelebt haben, und bis zu zwei Metern lang gewesen sein. Wegen ihrer wertvollen Fossilien gehören die Joggins Cliffs zum Welterbe der Unesco.