Satellitenbild der Woche Rasierte Bergrücken
Die Veränderungen sind dramatisch: Das untere Foto (für Großversion Bild unten anklicken) zeigt ein Stück Berglandschaft rund um den Fluss Min Jiang - aufgenommen am 19. Februar 2008. Das obere Bild stammt vom 23. Mai - also nach dem verheerenden Beben in Südwestchina.
Die vom Satelliten "Terra" gemachten Aufnahmen zeigen ein Gebiet, das gerade mal 150 Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernt ist, das Zehntausende Menschen getötet hat. Es handelt sich um ein Falschfarbenbild: Vegetation erscheint rot, kahler Boden blau-grau, Wasser tiefblau.
Nach dem Beben wirken die Bergrücken wie abrasiert. Wo einst Pflanzen und Bäume wuchsen, prangt nun nackter Boden. Schuld daran sind Landrutsche - ausgelöst vom Erdbeben und den tagelangen Nachbeben. Der Geologe David Pertley von der University of Durham erklärt den Effekt damit, dass ein Beben auf Berggipfeln am stärksten ist. Ursache der Landrutsche könnten aber auch das Abholzen von Wäldern sein.
Ins Tal stürzende Geröllmassen sind zudem eine große Gefahr für die in der Region lebenden Menschen: Unter anderem sind mehr als 20 neue Seen entstanden, weil sich das Wasser von Flüssen aufstaut. Die Wassermassen können zur tödlichen Gefahr werden.
hda