Satellitenbild der Woche: Wilde Wasseradern - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Satellitenbild der Woche Wilde Wasseradern

Dreieinhalbtausend Kilometer ist der Sambesi im südlichen Afrika lang. Seine Nebenflüsse entwässern ein 1,3 Millionen Quadratkilometer großes Gebiet. Einige dieser Wasserläufe hat ein japanischer Satellit auf einem spektakulären Bild festgehalten.
Nebenflüsse des Sambesi: Der viertlängste Strom Afrikas bestimmt Sambias Geografie
Nebenflüsse des Sambesi: Der viertlängste Strom Afrikas bestimmt Sambias Geografie

Nebenflüsse des Sambesi: Der viertlängste Strom Afrikas bestimmt Sambias Geografie

Foto: ESA
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wie bedeutend der Fluss für das Land ist, das muss sogar einem Geografiemuffel auffallen. Denn Sambia - nur zur Erinnerung: Binnenstaat im südlichen Afrika, Hauptstadt Lusaka, flächenmäßig etwas größer als Frankreich - verdankt seinen Namen dem Sambesi. Der viertlängste Strom Afrikas bestimmt die Geografie des Landes entscheidend mit.

Dieses Bild des japanischen Erdbeobachtungssatelliten "Alos" zeigt Nebenflüsse des Sambesi im Westen Sambias. Das Einzugsgebiet des rund 3540 Kilometer langen Flusses ist mehr als 1,3 Millionen Quadratkilometer groß. Der wohl spektakulärste Flussabschnitt liegt an der Grenze zu Simbabwe: die Viktoriafälle. Hier stürzen die Wassermassen rund 110 Meter in die Tiefe. Rund 1,7 Kilometer ist der Fluss an dieser Stelle breit.

Stromabwärts schließt sich seit den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein riesiger Stausee, der Karibasee, an. Vom Wasservolumen her gesehen gilt er als zweitgrößter der Erde. Für seinen Bau mussten 50.000 Menschen umgesiedelt werden. In einem riesigen Delta mündet der Fluss schließlich in den Indischen Ozean. In dem Gebiet kommt es immer wieder zu schweren Überschwemmungen, wenn Regenfälle den Sambesi und seine Nebenflüsse anschwellen lassen.

chs