Schattiges Schauspiel Der Mond verfinstert sich
In der letzten Woche übernahm Merkur die Aufgabe, eine ungewöhnliche astronomische Aufführungsreihe zu eröffnen: Der innerste Planet zog vor der Sonne vorbei und verursachte dadurch eine Mini-Finsternis. Auf diesen Vorgeschmack folgen nun zwei weitere Verdunklungen, bei denen jeweils der Mond eine der Hauptrollen spielt.
Zunächst steht er selbst im Mittelpunkt des Interesses: Am Freitagmorgen, kurz vor Sonnenaufgang, schiebt er sich in den Schatten der Erde. Auf dem Höhepunkt der totalen Mondfinsternis wird der Trabant aber nicht völlig schwarz sein, sondern kupferrot erscheinen. Dieses Phänomen geht auf Streulicht aus der Erdatmosphäre zurück, das dem Mond einen farbigen Schimmer verleiht.
Frankfurt: Mondschein über der Alten Oper
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Wien: Im Schatten des Kreuzes
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Frankfurt: Farbenspiel am Fernsehturm
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Erfurt: Finsternis über der Severikirche
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Dubai: Der Erdtrabant auf dem Emirates Tower
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Liverpool: Der "Liver Bird" bewacht den Mond
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Kuala Lumpur: Malaysia im Mondenschein
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Teheran: Finsternis im Islam
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Beirut: Mondschein über der Moschee
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Venedig: Die Mondfinsternis und der Markusplatz
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Amman: Mondsichel über dem Minarett
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Linz: Der Mond verschwindet hinter der Pöstlingbergkirche
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Die letzte von Deutschland aus sichtbare totale Mondfinsternis ereignete sich am 6. Januar 2001. Doch das Schauspiel war auch in vielen anderen Ländern zu beobachten. Klicken Sie auf ein Bild, um zur Großansicht zu gelangen |
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Die Mondfinsternis beginnt um 3.05 Uhr unauffällig, indem der Mond in den Halbschatten des Blauen Planeten eintritt (siehe Animation). Die eigentliche Verfinsterung fängt ab 4.02 Uhr an: Dann trifft der Kernschatten auf den Erdtrabanten. Der Höhepunkt des Schauspiels lässt sich bei gutem Wetter und einem geeigneten Standpunkt zwischen 5.13 Uhr und 6.06 Uhr verfolgen. Während dieser Zeit ist der Mond komplett verfinstert.
Allerdings geht der Mond für Beobachter in Deutschland bereits auf dem Maximum der Finsternis um 5.40 Uhr unter, zudem beeinträchtigt die Dämmerung das Spektakel. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann das Schauspiel jedoch in diesem Jahr noch einmal in ganzer Länge verfolgen: Bei der nächsten totalen Finsternis am 9. November wird der Mond während der Totalität hoch am Firmament stehen.
Wie der Merkurdurchgang ist auch die Mondfinsternis nur Vorspiel: Am 31. Mai besorgt eine Sonnenfinsternis den Schlussakt der Schattenspiele. Auch dabei gehört der Mond zu den Hauptakteuren - er schiebt sich vor das Zentralgestirn und sorgt in Mitteleuropa für eine Sonnenbedeckung zwischen 75 und 84 Prozent. Auf Island wird sogar eine spektakuläre ringförmige Finsternis erwartet.
Die Beobachtung der Verfinsterung ist jedoch nur mit speziellen Schutzbrillen ratsam - sie sind entweder bei Augenoptikern oder zum Beispiel über den Astronomie-Versand Astromedia erhältlich. Falls das Wetter nicht mitspielt, bietet sich Finsternispilgerern am 23. November eine zweite Chance - allerdings ist diese Sonnenfinsternis nur von der südlichen Halbkugel aus sichtbar.