Shuttle-Mission: "Discovery" dockt an ISS an - DER SPIEGEL
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Shuttle-Mission "Discovery" dockt an ISS an

Die US-Raumfähre "Discovery" hat erfolgreich an die Internationale Raumstation ISS angekoppelt. Besonders in Europa wurde das Manöver mit Spannung verfolgt. Denn der Space Shuttle hat ein für die europäische Raumfahrt enorm wichtiges Teil an Bord.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Start der "Discovery" war umstritten, Experten hatten das Risiko für zu hoch gehalten. Doch der Flug ins All glückte - und nun, zwei Tage später, hat die Weltraumfähre an der Internationalen Raumstation ISS angedockt.

"Discovery"-Kommandantin Pamela Melroy nahm in der entscheidenden Phase das Steuer in die Hand: Lediglich bis zu einer Entfernung von rund 300 Metern wurde der Shuttle automatisch gesteuert.

Das Ankopplungsmanöver ist in Europa mit besonderer Spannung verfolgt worden. Denn die Raumfähre bringt als wichtigste Nutzlast das Verbindungsmodul Node 2 "Harmony" zur Raumstation. Und das macht den Weg frei für Europas Hauptbeitrag zur ISS - das Forschungslabor "Columbus", das derzeit noch auf der Erde steht und bei einer neuen Shuttle-Mission ins All fliegen soll.

Vor dem Andocken wurde erneut mit Kameras der überlebenswichtige Hitzeschild auf mögliche Schäden überprüft. Morgen steht bereits der erste Außeneinsatz der Astronauten an. Hauptaufgabe der zweiwöchigen "Discovery"-Mission ist es, das fast 15 Tonnen schwere Verbindungsmodul an der ISS anzubringen. Daran soll dann im Dezember das milliardenteure europäische Weltraumlabor "Columbus" angekoppelt werden.

lub/dpa/AP