Space Shuttle: "Atlantis" soll am Mittwoch starten - DER SPIEGEL
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Space Shuttle "Atlantis" soll am Mittwoch starten

Die Nasa nimmt einen neuen Anlauf: Am Mittwoch soll das Space Shuttle "Atlantis" endlich starten. Sollte auch dieser Termin abgesagt werden, könnte die US-Raumfahrtbehörde in zeitliche Bedrängnis geraten.
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Washington/Cape Canaveral - Die "Atlantis" soll nach mehreren Verzögerungen wegen Pannen und des Tropensturms "Ernesto" nun am kommenden Mittwoch starten. Der Shuttle soll um 12.29 Uhr Ortszeit (18.29 MESZ) von Cape Canaveral abheben, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. An Bord sind sechs Astronauten und Ausrüstung für die Energieversorgung der Internationalen Raumstation (ISS). Die "Atlantis" soll den bisherigen Plänen zufolge bis zum 17. September im All bleiben.

Zuvor hatte "Ernesto" für Chaos bei den Startvorbereitungen gesorgt. Aus Angst vor Schäden hatte die Nasa die "Atlantis" von der Startrampe entfernt. Während des - auf über zehn Stunden angesetzten - Manövers zur Weltraum-Montagehalle entschied sich die Raumfahrtbehörde dann aber wieder um und brachte die Fähre zurück zur Startrampe. Am Sonntag war ein Blitz in die Rampe eingeschlagen und hatte den geplanten Start das erste Mal verhindert. Wegen "Ernesto" sagte die Nasa dann auch einen Starttermin am Dienstag ab.

Mit der "Atlantis" will die Nasa die regulären Transportflüge zum Ausbau der ISS wieder aufnehmen. Nach dem Absturz der "Columbia" am 1. Februar 2003 war im August 2005 erstmals wieder ein Space Shuttle, die "Discovery", zu einem Testflug gestartet. Im Juli dieses Jahres hatte die "Discovery" unter anderem den Deutschen Thomas Reiter zur ISS gebracht.

Das jetzige Startfenster ist noch bis zum 13. September offen. Sollte die "Atlantis" bis dahin nicht gestartet sein, könnte sich die Mission lange verzögern. Zwei Tage im Oktober und einige wenige im Dezember nennt die Nasa noch als mögliche Starttermine. Und wenn auch diese verpasst würden, müsste man gar bis 2007 warten. Da die US-Fähren die einzigen Raumfahrzeuge sind, die schwere Bauteile zur ISS bringen können und die Nasa 16 Frachtflüge bis zum Jahr 2010 geplant hat, ist der Zeitplan eng.

mbe/dpa/AFP

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