Space Shuttle: "Discovery" beendet letzten Einsatz erfolgreich - DER SPIEGEL
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Space Shuttle: "Discovery" ist reif fürs Altersheim

Foto: John Raoux/ AP

Space Shuttle "Discovery" beendet letzten Einsatz erfolgreich

Die US-Raumfähre "Discovery" hat ihren letzten Einsatz im All erfolgreich überstanden. In 27 Dienstjahren absolvierte der Space Shuttle 39 Missionen. Jetzt tritt er die Reise ins Museum an.
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Houston - Es war eine Bilderbuchlandung bei gutem, wenn auch windigem Wetter. Nach ihrer letzten, 13 Tage dauernden Reise ins All ist die Raumfähre "Discovery" am Mittwoch wieder im Raumfahrtzentrum Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) gelandet. Eine Stunde vor dem Aufsetzen auf Landebahn 15 hatte die Crew von Kommandant Steven Lindsey die Bremstriebwerke gezündet. Ein letztes Mal musste dann der Hitzeschild der Raumfähre die extremen Temperaturen bei der Rückkehr in die Atmosphäre aushalten. Probleme gab es keine, die "Discovery" kam wohlbehalten an.

Raumfahrt

Mit der Landung der Mission STS-133 ging eine Ära der zu Ende: Von den drei Shuttles, die nach den Unglücken der "Challenger" (1986) und der "Columbia" (2003) noch existieren, war die "Discovery" am längsten im Dienst. Sie flog erstmals 1984 ins All und absolvierte mehr Missionen als die anderen Shuttles der Nasa-Flotte. 5600-mal umrundete die "Discovery" die Erde.

Shuttle

Während ihrer 27-jährigen Karriere beförderte die "Discovery" 180 Menschen ins All - unter ihnen mit Eileen Collins die erste -Pilotin (1995) und als erste Kommandantin (1999). Auch der erste afroamerikanische Weltraumspaziergänger, Bernard Harris, flog 1995 an Bord der "Discovery" in die Schwerelosigkeit. 1985 war Senator Jake Garn an Bord, er war der erste amtierende Kongressabgeordnete im Weltraum.

Maximal zwei weitere Flüge geplant

Hubble

Raumstation "Mir"

Auch bekannte Forschungsgeräte hatte die "Discovery" auf ihren Missionen an Bord. Die Raumfähre brachte 1990 das Weltraumteleskop " " ins All, und sie setzte 1990 die Sonde "Ulysses" im Weltall aus, die wesentliche Erkenntnisse über die Sonne sammelte und erst 2009 außer Dienst ging. Die "Discovery" brachte im Jahr 2008 Teile des japanischen Labors "Kibo" zur Internationalen Raumstation (ISS) und war 1995 die erste US-Raumfähre, die zur russischen flog.

Der ursprünglich für November 2010 geplante letzte Flug musste verschoben werden, weil am Außentank der "Discovery" feine Risse entdeckt worden waren. Am 24. Februar brach sie schließlich zur ISS auf. Die sechs Besatzungsmitglieder - fünf Männer und eine Frau - brachten Ersatzteile, den humanoiden Roboter "Robonaut 2" und das neues Forschungs- und Lagermodul "Leonardo" zur ISS. Außerdem absolvierten Mitglieder ihrer Besatzung zwei Außeneinsätze. "Das Space-Shuttle-System hat bei der gesamten Mission außerordentlich gut funktioniert", lobte der Chef der "Discovery"-Mission, Leroy Cain, zum Abschluss des letzten Einsatzes.

Nach ihrer Rückkehr zur Erde soll die "Discovery" zum Museumsstück werden. Die Nasa plant maximal zwei weitere Shuttle-Flüge zur ISS: Am 19. April soll die "Endeavour" starten, am 28. Juni die "Atlantis". Danach werden US-Astronauten auf russische Raketen zum Transport ins All angewiesen sein.

chs/AFP/dapd