Space Shuttle "Endeavour" dockt an ISS an
Ziel erreicht: Die US-Raumfähre "Endeavour" hat am frühen Donnerstagmorgen um 4.49 Uhr mit sieben Astronauten an Bord an der Internationalen Raumstation ISS angedockt - eine knappe halbe Stunde später als ursprünglich geplant. Ziel der 16-tägigen Mission ist es, Teile des japanischen Labors Kibo sowie eine in Kanada gebaute Roboterhand zur Raumstation zu bringen.
Mitgebracht hat "Endeavour" den ersten Teil eines japanischen Weltraumlabors: Kibo - was im Japanischen soviel wie Hoffnung bedeudet. Kibo ist Japans erster Beitrag für die internationale Raumstation. Das Labor kommt in drei Teilen zur Raumstation, diesmal hat "Endeavour" eine Art Aufbewahrungsraum an Bord. Den Hauptteil bringt das Space Shuttle im Mai. Nach dem europäischen Weltraumlabor Columbus bekommt die ISS mit Kibo einen weiteren Baustein, der dabei helfen wird, die Station internationaler zu machen.
Auch das Reisegepäck des japanischen Astronauten Takao Doi verspricht fernöstliches Flair für die Raumstation: Er bringt seinen ISS-Kollegen japanischen Reis mit - und Essstäbchen für alle. Außerdem hat er einen Papierbumerang dabei, den er in der Raumstation testen will.
Die "Endeavour" hat aber auch Gepäck aus Kanada mit an Bord: Der anderthalb Tonnen schwere Roboter Dextre verfügt über zwei Greifarme, die in Zukunft einen Teil der bemannten Außeneinsätze an der ISS überflüssig machen sollen.
Mit 16 Tagen im All, ein Dutzend davon an der ISS, ist die aktuelle "Endeavour"-Mission der bislang längste Aufenthalt einer Raumfähre an der Raumstation. Fünf Außeneinsätze stehen für die Besatzung auf dem Programm. Die Rückkehr der "Endeavour" ist für den 26. März vorgesehen.
ama/rtr/dpa