Space-Shuttle-Pilot Hank Hartsfield ist tot - DER SPIEGEL
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Space-Shuttle-Veteran Hank Hartsfield ist tot

Er flog deutsche Astronauten ins All: Der Space-Shuttle-Pionier Hank Hartsfield ist tot. Er starb im Alter von 80 Jahren. Noch mit über 50 steuerte er die "Challenger".
Willkommen zurück: US-Präsident Ronald Reagan begrüßt Thomas Mattingly (l.) und Hank Hartsfield nach ihrem Flug an Bord der "Columbia"
Willkommen zurück: US-Präsident Ronald Reagan begrüßt Thomas Mattingly (l.) und Hank Hartsfield nach ihrem Flug an Bord der "Columbia"

Willkommen zurück: US-Präsident Ronald Reagan begrüßt Thomas Mattingly (l.) und Hank Hartsfield nach ihrem Flug an Bord der "Columbia"

Foto: REUTERS/ NASA
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New York - Einer der Pioniere der Space-Shuttle-Flüge der Nasa ist tot. Henry "Hank" Hartsfield starb nach Angaben der US-Weltraumbehörde am Freitag im Alter von 80 Jahren. Komplikationen nach einer Rückenoperation sollen die Ursache für den Tod des Astronauten sein.

1955 schloss sich Hartsfield der Airforce an, in dieser Zeit war er auch im deutschen Bitburg stationiert. Später bildete er Testpiloten aus. 1969 ging er als angehender Astronaut zur Nasa - nur wenige Wochen nach der ersten Mondlandung.

Auch Hartsfield war ursprünglich für die Mondprogramme der Nasa vorgesehen, kam dort jedoch nie zum Zuge. Doch der Traum vom Weltraum war nicht ausgeträumt. 13 Jahre lang ließ die Nasa ihn warten.

1982 wurde er Pilot der vierten Space-Shuttle-Mission an Bord der "Columbia". Zu diesem Zeitpunkt war er fast 50 Jahre alt. 112-mal umrundete er die Erde bei diesem Flug, gemeinsam mit Thomas "Ken" Mattingly.

Zwei Jahre später kommandierte Hartsfield den Jungfernflug der Raumfähre "Discovery", mit fünf Neulingen an Bord. Bei dieser Mission erarbeitete er sich einen Spitznamen: "Icebuster" wurde er fortan genannt, weil er einen Eiszapfen von der Raumfähre abschlug.

1985 flog Hartsfield mit der "Challenger" ins All. Mit an Bord hatte er das europäische, vor allem von deutschen Unternehmen produzierte Weltraumlabor "Spacelab". Und dazu drei europäische Astronauten: die beiden Deutschen Reinhard Furrer und Ernst Messerschmid, außerdem Wubbo Ockels, den ersten Niederländer im All. Es war der neunte und letzte erfolgreiche Flug der "Challenger", bevor diese im Januar 1986 zerbrach.

isa/dpa