Erster Mann auf dem Mond Armstrong wird im Meer bestattet
Gedenkfeier für Armstrong (in Cincinnati, 31. August 2012): "Erster Sohn von der Erde"
Foto: AP / Nasa / Bill IngallsWashington - Der Mann, der als erster Mensch den Mond betrat, soll im Meer bestattet werden. Neil Armstrong werde in einer privaten Seebestattung beigesetzt, sagte der Sprecher der Familie des Verstorbenen, Rick Miller. Die Bestattung werde nach der öffentlichen Trauerfeier am 13. September abgehalten.
An der großen Trauerfeier in der National Cathedral in Washington sollen unter anderem Nasa-Chef Charles Bolden sowie ehemalige und heutige Astronauten teilnehmen. In einem der Bleiglasfenster der Kathedrale ist ein Stein eingearbeitet, den Armstrong und sein Kollege Buzz Aldrin vom Mond mit auf die Erde brachten.
Armstrong war am 25. August im Alter von 82 Jahren gestorben. Der Kommandant der Apollo-11-Mission war am 20. Juli 1969 zusammen mit Aldrin in der Raumfähre "Eagle" auf dem Mond gelandet. Armstrong stieg als erster aus und wurde damit zum ersten Menschen auf dem Erdtrabanten. Den historischen Moment kommentierte er mit den legendären Worten: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit."
Neil Armstrong: "Ein großer Sprung für die Menschheit"
Nach seiner Astronautenkarriere, die 1971 endete, hatte Armstrong noch rund ein Jahrzehnt lang Luftfahrttechnik an der Universität von Cincinnati gelehrt. Außerdem gehörte er den Vorständen mehrerer Konzerne an, darunter die Luftfahrtunternehmen Lear Jet und United Airlines sowie dem Konzern Marathon Oil.
Der erste Mann auf dem Mond stellte sich öffentlich nicht als Held dar - und rückte immer wieder in den Mittelpunkt, dass es sich bei der Landung um eine Teamaufgabe gehandelt habe. US-Präsident Barack Obama würdigte Armstrong nach dessen Tod trotzdem als einen der "größten amerikanischen Helden" - und zwar "nicht nur seiner Zeit, sondern aller Zeiten". "Als er und seine Kollegen an Bord von Apollo 11 1969 abhoben, haben sie die Hoffnungen einer ganzen Nation mit sich genommen", so Obama.
Und auch die politische Konkurrenz zeigte sich betrübt. Armstrong sei mit "unermesslichem Mut und unbegrenzter Liebe zu seinem Land dorthin gegangen, wo noch nie ein Mensch hingegangen ist", sagte Obamas Herausforderer bei den Präsidentschaftswahlen im November, der Republikaner Mitt Romney. "Der Mond wird seinen ersten Sohn von der Erde vermissen."