US-Raumfahrt: "Atlantis" erfolgreich gestartet - DER SPIEGEL
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US-Raumfahrt "Atlantis" erfolgreich gestartet

Nach mehreren verschobenen Starts ist die US-Raumfähre "Atlantis" zur Internationalen Raumstation ISS abgehoben. An Bord sind sechs Astronauten und eine der schwersten Ladungen, die jemals ins All transportiert wurden.
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Cape Canaveral - Um 11.15 Uhr Ortszeit (17.15 MESZ) startete die Fähre von Cape Canaveral in Florida aus. Bei einer erneuten Verschiebung wäre der Start erst in einigen Wochen wieder möglich gewesen. An Bord sind sechs Astronauten und im Frachtraum eine der schwersten Ladungen, die jemals ins All transportiert wurden: 17,5 Tonnen Gitterträger zur Erweiterung der ISS. Die Bauteile sollen während des elftägigen Raumflugs in drei Außenbordeinsätzen montiert werden. Es ist die erste ISS-Erweiterung seit dem Absturz der Raumfähre "Columbia" im Februar 2003.

Ursprünglich hätte die "Atlantis" schon am 27. August abheben sollen. Zunächst verhinderte ein Blitzeinschlag im Raumfahrtzentrum in Florida den Start, dann gab es Verzögerungen durch den Tropensturm "Ernesto" und ein Problem mit dem Motor einer Brennstoffzelle. Am Freitag wurde der Countdown wegen eines fehlerhaften Sensors am Treibstofftank abgebrochen.

Wegen des eng gesteckten Zeitplans entschied die NASA am Donnerstag, die fehlerhafte Brennstoffzelle nicht auszutauschen. Andernfalls hätte die Mission auf voraussichtlich Ende Oktober verschoben werden müssen. Die "Atlantis" muss spätestens am 17. September wieder von der Internationalen Raumstation abdocken, weil kurz darauf eine russische "Sojus"-Kapsel an der ISS erwartet wird.

Der nächstmögliche Termin für den "Atlantis"-Flug wäre Ende September - allerdings müsste die Raumfähre dann im Dunkeln starten, was nach den NASA-Regularien derzeit nicht gestattet ist. Nur bei Tageslicht können nämlich die äußeren Tanks während des Starts fotografiert werden, um mögliche Beschädigungen der Schaumstoffhülle zu erkennen. So soll ein Unglück wie beim Absturz der Raumfähre "Columbia" vor dreieinhalb Jahren verhindert werden.

tim/Reuters/AP

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