Venus-Transit im Livestream der Nasa - DER SPIEGEL
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Kosmisches Spektakel Der Venus-Transit live bei SPIEGEL ONLINE

Der Venus-Transit war SPIEGEL ONLINE im Livestream zu sehen - inzwischen ist er beendet. Der Durchgang des Planeten vor der Sonnenscheibe tritt pro Jahrhundert höchstens zweimal ein. Die letzten Durchgänge waren 1874, 1882 und 2004. Der nächste wird sich erst wieder 2117 ereignen.
Venus-Transit: In Deutschland von dichten Wolken versperrt
Venus-Transit: In Deutschland von dichten Wolken versperrt

Venus-Transit: In Deutschland von dichten Wolken versperrt

Foto: Jan Herold
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Hamburg - Astronomen auf der ganzen Welt fieberten diesem seltenen kosmischen Spektakel entgegen. In Deutschland könnte der Venus-Transit nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zwischen 4.40 Uhr und 6.55 Uhr zu sehen sein.

Ein Venus-Transit gleicht einer Mini-Sonnenfinsternis. Die Venus ist der innere Nachbarplanet der Erde und überholt uns regelmäßig auf der Innenbahn. Meist zieht sie dabei am irdischen Himmel allerdings ober- oder unterhalb der Sonne vorbei. Nur sehr selten stehen Erde, Venus und Sonne so exakt in einer Reihe, dass die Venus genau über die Sonnenscheibe wandert. Während eines solchen Venus-Transits verdeckt unser Nachbarplanet dann für ein paar Stunden einen winzigen Teil der Sonne.

An der Ostküste der USA beginnt der sechsstündige Transit am Dienstag um 18.00 Uhr und dürfte bei guten Witterungsverhältnissen bis zum Sonnenuntergang zu sehen sein. In Australien und Ostasien kann das gesamte Spektakel beobachtet werden, da sich die Venus tagsüber vor die Sonne schiebt.

Der Vorgang hatte großen Einfluss auf die Wissenschaftsgeschichte: Der britische Seefahrer James Cook hatte das Phänomen 1769 genutzt, um den Abstand der Erde zur Sonne zu berechnen. Von verschiedenen Punkten auf der Erde aus gesehen schiebt sich die Venus durch den etwas anderen Blickwinkel zu leicht unterschiedlichen Zeiten vor die Sonne, und aus der Geometrie ergibt sich die Distanz. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden Hunderte Expeditionen ausgerüstet, um das seltene kosmische Schattenspiel zu beobachten.

Heute nutzen die Astronomen für ihre Untersuchungen Atomuhren, GPS-Geräte und hochauflösende Teleskope. Bei dem Ereignis am Mittwoch handelt es sich um den siebten sichtbaren Venus-Transit, seit der deutsche Astronom Johannes Kepler das Phänomen im 17. Jahrhundert zum ersten Mal voraussagte.

nik/dpa

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