Virgin Galactic: "Unity" darf - irgendwann - fliegen
Virgin Galactic SpaceShipTwo bekommt Testlizenz
Man ist mächtig stolz bei Virgin Galactic. Nach einem mehrjährigen Verfahren, so berichtet die Firma, hat die zuständige Abteilung der US-Flugaufsicht FAA gerade eine wichtige Genehmigung ausgestellt: Das SpaceShipTwo darf vom Mojave Air and Space Port in Kalifornien zwei Jahre lang zu suborbitalen Testflügen abheben.
Weltraumtouristen, oder "Space Flight Participants", wie sie in der Behördensprache heißen, dürfen allerdings vorerst noch nicht mit. Bevor die FAA das erlaubt, will sie erfolgreiche Tests des Gesamtsystems im Flug sehen und deren Ergebnisse prüfen. Außerdem umfasst die Erlaubnis auch noch keine Starts vom Spaceport America im US-Bundesstaat New Mexiko, wie sie Virgin Galactic anstrebt.
Das SpaceShipTwo wird bei seinem Flügen zunächst von einem Trägerflugzeug ("WhiteKnightTwo") in die Luft gebracht. Dort zündet es seinen Raketenantrieb. Zwei Piloten sollen in der Zukunft bis zu sechs Weltraumtouristen an den äußeren Rand der Erdatmosphäre bringen. Die Firma hat Hunderte Vorbestellungen für die Tickets. Auf der Warteliste stehen Medienberichten zufolge Prominente wie der Astrophysiker Stephen Hawking, Hollywoodstar Leonardo DiCaprio und der kanadische Popsänger Justin Bieber.
We're excited to report the FAA has awarded our Operator's License for #SpaceShipTwo. Key step on the road to space! https://t.co/hb9kVKYy8k
— Virgin Galactic (@virgingalactic) August 1, 2016
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Am Ende eines jeden Fluges landet das SpaceShipTwo eigenständig auf einer normalen Landebahn. Ende Oktober 2014 war es bei einem Test der "VSS Enterprise", des ersten SpaceShipTwo, allerdings zu einem tödlichen Unfall gekommen. Schuld war ein Bedienungsfehler des Co-Piloten. Der Mann kam bei dem Absturz ums Leben, der Pilot wurde schwer verletzt. Nach dem Unglück hatte Virgin-Galactic-Chef Richard Branson zweifelnden Vorbestellern versprochen, dass sie bei Interesse ihr Geld zurückbekommen können.
Das zweite Raumschiff der Firma, die "VSS Unity", ist bisher noch nicht in der Luft gewesen. Den Namen hat der berühmte Astrophysiker Stephen Hawking ausgesucht. Immerhin ist das Fluggerät Anfang dieser Woche schon einmal auf der Startbahn des Mojave Air and Space Port hin und hergefahren - gezogen von einem Geländewagen.
"Taxi Test" hieß das Ganze offiziell und war ebenfalls Teil der Erprobung. In einem nächsten Schritt dürfte die "VSS Unity" vom Trägerflugzeug in die Luft gebracht werden, ohne sich jedoch im Flug zu trennen. Das folgt dann später im Testprogramm. Bis Virgin Galactic tatsächlich Passagiere befördert, wird also noch einige Zeit vergehen.