Astronomie: Erstmals Ring bei Zwergplanet entdeckt - DER SPIEGEL
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Astronomie Erstmals Ring bei Zwergplanet entdeckt

Haumea dreht seine Kreise am äußeren Rand des Sonnensystems. Forscher entdeckten bei dem eiförmigen Zwergplaneten jetzt eine Besonderheit: Einen Ring aus Gesteinsbrocken.
Haumea mit einem Ring aus Gesteinsbrocken (Animation)
Haumea mit einem Ring aus Gesteinsbrocken (Animation)

Haumea mit einem Ring aus Gesteinsbrocken (Animation)

Foto: IAA-CSIC/ UHU
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Offenbar verfügen nicht nur große Planeten wie Saturn oder Jupiter oder einige Asteroiden über ein Ringsystem. Wissenschaftler haben beim Zwergplaneten Haumea jetzt ebenfalls einen Ring entdeckt. Sie schließen daraus, dass es im äußeren Sonnensystem noch andere Objekte mit ähnlichen Phänomenen geben könne. Das schreiben die Forscher um Jose Ortiz vom Andalusischen Institut für Astrophysik in Granada im Fachmagazin "Nature" .

Haumea zieht außerhalb der Bahn des Neptun in einem Abstand von maximal rund acht Milliarden Kilometern seine Kreise um die Sonne. Für eine Umrundung braucht der eiförmige Himmelskörper etwa 285 Jahre. Haumea wurde 2008 als Zwergplanet klassifiziert und nach einer hawaiianischen Göttin benannt. Der Zwergplanet wird von zwei kleinen Monden umkreist.

Der nun entdeckte Ring befindet sich im Abstand von etwa 2300 Kilometern um Haumea, ist rund siebzig Kilometer breit und besteht aus Gesteinsbrocken. Die Forscher stießen auf das Phänomen, als sie Haumea beim Vorbeiflug an einem Stern beobachteten.

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Dazu hatten sie Ende Januar insgesamt zwölf Teleskope von zehn Sternwarten auf den Himmelskörper gerichtet. Kurz vor und nach dem eigentlichen Vorbeiflug entdeckten die Forscher dann kurzzeitige Verdunklungen, die auf einen Ring hinwiesen.

Dank der Beobachtungen konnten sie zudem genauere Angaben zu Größe und Form von Haumea machen. Der Himmelskörper dreht sich in vier Stunden einmal um die eigene Achse. Aus der schnellen Rotation ergibt sich seine stark abgeflachte Ellipsenform. Die Achsengrößen betragen 2322, 1704 und 1138 Kilometer. Er ist damit größer und elliptischer als zuvor gedacht. Damit ist auch seine Dichte entsprechend geringer.

Von weiteren Beobachtungen erhoffen sich die Wissenschaftler jetzt Aufschluss über die Entstehung und das Alter des Rings.

brt