RAUMFAHRT Wetterballon zum Mars
Die deutsche Mars Society kommt ihrem Ziel näher, eine eigene Sonde zum Roten Planeten zu schicken. Wie Forscher der Bundeswehr-Hochschule München berichten, hat die Messsonde »Archimedes«, die an Bord eines Satelliten des privaten Raumfahrtvereins Amsat den Mars erreichen soll, jetzt erste Tests in der Schwerelosigkeit bestanden. Bei sogenannten Parabelflügen in einem Airbus, Sturzflügen, bei denen kurzzeitig Schwerelosigkeit erreicht wird, öffnete sich ein Prototyp der ballonförmigen Sonde planmäßig. Per Ariane-5-Rakete soll »Archimedes« im Gepäck des Amsat-Satelliten P5A spätestens 2009 ins All befördert werden und schließlich eine Mars-Umlaufbahn erreichen. Dort ausgeklinkt werde sich der Ballon entfalten und bis zu neunmal »durch die Mars-Atmosphäre pflügen«, sagt Projektleiter Hannes Griebel. Im Gepäck: eine hochauflösende Kamera sowie Sensoren zur Erforschung der äußeren Atmosphärenschichten. Griebel: »Gelingt die Mission, haben wir den ersten Wetterballon zum Mars geschickt.«