»Wir machen uns lächerlich« - DER SPIEGEL
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HOCHSCHULEN »Wir machen uns lächerlich«

Mediziner Peter Gaehtgens, 67, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, über die Aussichten für die immer wieder verschobene Initiative zur Förderung von Spitzenuniversitäten
• aus DER SPIEGEL 23/2005
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SPIEGEL: Hoffen Sie immer noch auf die von Bildungsministerin Edelgard Bulmahn versprochenen 1,9 Milliarden Euro für den Elite-Wettbewerb?

Gaehtgens: Das Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzler Schröder Ende Juni ist wohl die letzte Chance vor der Bundestagswahl, das Programm doch noch zu starten. Die Wissenschaftsminister der Länder waren sich ja einig. Gescheitert ist das Projekt bisher am Widerstand einiger Ministerpräsidenten.

SPIEGEL: Sie setzen im Ernst auf eine Entscheidung vor den geplanten Neuwahlen?

Gaehtgens: Ein weiterer Aufschub wäre ein katastrophales Signal für die Hochschulen. Denn das hieße, dass eine vernünftige Wissenschaftspolitik in Deutschland nicht möglich ist. Auch im internationalen Wettbewerb würden wir uns lächerlich machen: Ausländische Kollegen haben uns schon dazu beglückwünscht, dass in die deutsche Universitätspolitik endlich Bewegung kommt.

SPIEGEL: Vielleicht hat ja auch die Ankündigung der Exzellenzinitiative gereicht - immerhin haben sich viele Universitäten bereits auf einen möglichen Wettbewerb vorbereitet ...

Gaehtgens: ... umso mehr warten sie jetzt aber darauf, dass es endlich weitergeht. Dass die Hochschulen die Idee so positiv aufgenommen haben, obwohl längst nicht alle in den Genuss der Fördermittel kommen können, zeigt doch, wie wichtig diese neue Spitzenförderung ist.

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