Zahnverlust durch Piercing - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 52 / 107

KÖRPERSCHMUCK Zahnverlust durch Piercing

• aus DER SPIEGEL 30/2003
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Zungen-, Lippen- und Wangenpiercings sind groß in Mode - aber schlecht für Zähne und Zahnfleisch. Das zeigt jetzt eine Studie von US-Zahnärzten, die im »Journal of the American Dental Association« eine ganze Liste möglicher Probleme zusammengestellt haben. Demnach drohen durch Ringe oder Stecker im Mund Zahnfleischschwund, wackelige und abgebrochene Zähne sowie Schmerzen, Infektionen und Nervenschäden. Zahnfleischtaschen von bis zu acht Millimeter Tiefe machten die Forscher bei manchen ihrer gepiercten Probanden schon fünf Monate nach dem Einsetzen des Schmucks aus. »Durch orale Piercings - selbst wenn sie nur über kurze Zeit getragen werden - kann das Zahnfleisch signifikant deformiert werden«, warnt der US-Forscher John Brooks von der University of Maryland: »Verliert der betroffene Zahn zu viel Halt, fällt er aus.«

Zur Ausgabe
Artikel 52 / 107