Zuschauer im Ameisenhaufen - DER SPIEGEL
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KINO Zuschauer im Ameisenhaufen

• aus DER SPIEGEL 8/2000
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Bald wimmeln die digitalen Ameisen aus dem Kinohit »Antz« durch eine verblüffend räumliche Szenerie: Die kanadische Firma Imax, bekannt geworden mit riesigen Überwältigungskinos, hat für ihren neuen Film »Cyberworld« Szenen aus computergenerierten Trickfilmen dreidimensional nachgebaut. Das Publikum, gerüstet mit Stereobrillen, fühlt sich wie mitten im Ameisenhaufen. Solche Mirakel sind bei digitalen Filmen erstaunlich leicht zu erzeugen. Deren Bilder werden für die normale Leinwand ohnehin schon von Computern dreidimensional konstruiert. Für den Stereoeffekt genügt deshalb im Prinzip ein Knopfdruck: Der Computer frisst sich noch einmal durch die Datenmassen des Films, errechnet zu jedem Einzelbild ein zweites aus einem leicht versetzten Blickwinkel, und schon ist der räumliche Seheindruck fertig. Die Produktion herkömmlicher 3-D-Filme ist dagegen sehr aufwendig; sie erfordert schwere Spezialkameras mit zwei Objektiven im Abstand eines Augenpaars, die zwei Filmrollen gleichzeitig belichten. Ab Oktober soll »Cyberworld« in den weltweit knapp 80 Imax-Kinos zu sehen sein.

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